Gruppe Gegensatz Marburg - Analyse & Kritik

Die Gruppe GegenSatz Marburg bietet Analysen und Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen.

Eine Liste unserer in Radio Unerhört Marburg gesendeten Beiträge findet sich in der Rubrik 'Texte'. Neben den von uns produzierten Eigenbeiträgen verweisen wir durch Adreßlinks auf externe Radiobeiträge, die in anderen freien Radiosendern veröffentlicht wurden.
Außerdem werden wir von Zeit zu Zeit Textbeiträge der GegenStandpunkt-Redaktion auf unserer Startseite "frisch" einstellen, die dann später zum Nachlesen unter der Rubrik "Texte" (siehe Texte) neben den "Radiobeiträgen" als "Textbeiträge" archiviert werden.
Weiterhin bieten wir im Bereich "Texte" Broschüren zum download an.
An unserem Büchertisch sind folgende Publikationen zu erwerben: Literaturliste

Wer mit uns diskutieren möchte, komme zu unseren Veranstaltungen (siehe Termine) und/oder sende eine E-Mail an die Redaktion.

Aktuelles:

Lesetip

Texte zu TTIP:

Von Sinn und Zweck eines Freihandelsabkommens

Wir haben einmal drei Texte zu TTIP zusammengestellt, entnommen der politischen Vierteljahresschrift GegenStandpunkt, Ausgaben 2014-03 und 2015-03.

  • TTIP: Ein Kampfprogramm zur Neuordnung des Weltmarkts für Dollar- und Eurokapitalisten
  • Mit TTIP zur Wirtschafts-NATO:
    Dollar-Imperialismus und Euro-Binnenmarkt - gemeinsam unüberwindlich
  • Der Anklagepunkt der TTIP-Kritiker:
    Die Degradierung des Gemeinwohls zum Handelshemmnis

Der Text liegt im HTML-Format vor und kann hier heruntergeladen werden.

Lesetip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag:

GegenStandpunkt 02-2016

Ab sofort ist der neue GegenStandpunkt Nr. 2-2016 erhältlich. Das Heft ist für EUR 15,- im Buchhandel sowie direkt beim Verlag zu haben.


Aus dem Inhalt:

  • Von der "Europäisierung der Flüchtlingspolitik" zur "Zusammenarbeit mit der Türkei" und wieder zurück
  • Der humanistische deutsche Imperialismus kommt voran (Artikel lesen)
  • "Industrie 4.0"
  • Ein großer Fortschritt in der "Vernetzung" und in der Konkurrenz um die Frage, wem er gehört
  • "Noch ist Polen" schon wieder "nicht verloren"
  • Ein enttäuschter Nationalismus rechnet ab
  • Anmerkungen zum "Stichwort: Gerechtigkeit" (Artikel lesen)
  • Leserbrief: Fragen zum Sozialstaat & zu Freiheit und Zwang in der Politik (Artikel lesen)
  • Leserbrief: Zum Aussteigen im Kapitalismus (Artikel lesen)
  • "Je suis Böhmermann"
  • Kurze Chronologie eines Kampfes um Deutschlands Meinungsfreiheit (Artikel lesen)
  • Die Botschaft von drei Landtagswahlen­<br>
  • Deutschland im Konflikt zwischen konservativem und reaktionärem Anpassungswillen
  • Öffentlicher Streit der Regierungsparteien über den Aufstieg der AfD:
  • Wie wir den Ausländerfeinden am besten das Wasser abgraben (Artikel lesen)
  • "Deutschland-Rente" - ein neuer politischer Vorschlag zur privaten Altersvorsorge:
  • Mit mehr Erwerbsarmut wachsende Altersarmut bekämpfen
  • Zur Übernahme von Kaiser's TengelmannEdeka kämpft um die Marktführerschaft:
  • Der "Verdrängungswettbewerb" und seine öffentliche Betreuung
  • IG Metall "Aktionswoche für den deutschen Stahl":
  • Alles für den Erfolg des deutschen Stahlkapitals!

Neben der Druckausgabe erscheint die aktuelle Nummer auch in den Ebook-Formaten .pdf (seitengleich mit der Druckausgabe), .epub und .mobi (u. a. für Kindle-Reader).

Druckausgabe ISSN: 0941-5831
Ebook Pdf-Format ISBN: 978-3-929211-83-2
Ebook Epub-Format ISBN: 978-3-929211-84-9
Ebook Mobi-Format: 978-3-929211-85-6

In Marburg ist der GegenStandpunkt erhältlich in der

  • Bahnhofsbuchhandlung
  • Universitätsbuchhandlung (vormals Elwert), Reitgasse (Website)
  • Buchhandlung Roppel, Am Markt (Website)
  • Buchhandlung Roter Stern, Am Grün (Website)

in Gießen:

  • Bahnhofsbuchhandlung

Buchtip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag:
Sabine Predehl, Rolf Röhrig~:

Gesundheit - Ein Gut und sein Preis

Die vorliegende Schrift

  • erklärt, warum man so viel für seine Gesundheit tun muss: wodurch sie dauernd gefährdet und geschädigt wird.
  • bestimmt den Fehler, den sich die medizinische Wissenschaft in der theoretischen Behandlung der gar nicht unbekannten gesellschaftlichen Krankheitsursachen leistet; sie benennt die affirmative Stellung zum System der Konkurrenz, die diesem Fehler zugrunde liegt, und zeigt die Konsequenz, mit der dieser Fehler in eine moralische Begutachtung der populärsten Krankheiten und ihrer Ursachen einmündet. Sie befasst sich außerdem speziell mit der Logik der wissenschaftlichen Pathologie des Seelenlebens sowie mit dem paradoxen Erklärungsmuster der Alternativ- oder "Komplementärmedizin".
  • befasst sich mit der medizinischen Praxis und dem vertrackten Verhältnis zwischen privatem Bedürfnis nach medizinischer Hilfe und allgemeinem Interesse an funktionstüchtigen Bürgern: mit dem herrschenden Zweck, dem das von Staats wegen institutionalisierte Gesundheitswesen dient.
  • würdigt das Geschäft mit der Gesundheit und das ebenso absurde wie erfolgreiche Bemühen des modernen Gemeinwesens, die Gesundheitsversorgung eines ganzen Volkes als Geschäftsfeld zu organisieren, dessen Finanzierung die Versorgten überfordert, also Nachhilfe durch staatliche Gewalt benötigt.

Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag.

100 Seiten, Format A5
Fadensiegelung mit Efalinkarton
€ 10,-
ISBN 978-3-929211-17-7
Das Buch erscheint auch als Ebook.

Buchtip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag
Peter Decker, Konrad Hecker, Joseph Patrick:

Das Finanzkapital

Die vorliegende Schrift bietet

  • keine Beschwerde über Zockerei und kriminelle Umtriebe der Finanzmafia;
  • keinen Einblick in den Alltag ehrlicher Geldhändler;
  • weder Untergangsprognosen noch Zukunftsperspektiven für eine Krisenbranche;
  • keine kurzgefasste Banklehre oder einen TÜV für die Ratschläge vom Bankberater;
  • keine Rezepte für eine bessere staatliche Geld- und Finanzpolitik.

Sie erklärt stattdessen

  • das Verhältnis der Abhängigkeit und der Notwendigkeit, des Dienstes und des Regimes, in dem das Finanzgewerbe zur kapitalistischen Warenproduktion steht;
  • die vom Staat verliehene und unterstützte Macht der Banken, Kreditzeichen als Geld zirkulieren zu lassen und mit Schulden Geschäfte zu machen;
  • die Freiheit der ‚Finanzindustrie‘, mit dem Geldvermögen der Gesellschaft, das ihr gar nicht gehört, auf den Geschäftserfolg der Unternehmenswelt zu spekulieren, die ihr auch nicht gehört, und daran nicht nur zu verdienen, sondern alle Welt vom Erfolg ihrer Spekulationsgeschäfte abhängig zu machen;
  • den Nutzen des Kreditgewerbes für den Staat, der mit Geld und Schulden regiert, und den Nutzen des Staats für das Kreditgewerbe, das ohne Zentralbank und öffentliche Schuldenverwaltung aufgeschmissen wäre; also die Symbiose von privater Finanzmacht und staatlicher Gewalt;
  • die weltweit wirksame Macht über Investitionen und nationale Kapitalstandorte, die die Kreditbranche durch die staatlich betreute Internationalisierung des kapitalistischen Geschäftslebens gewinnt;
  • den Dienst, den die Finanzmärkte für das Geld der Weltwirtschaftsmächte leisten, und die Geschäftsfreiheiten und -mittel, die sie dafür von den politischen Machthabern über die herrschende Weltordnung verlangen und bekommen; also die ökonomische Räson des modernen Imperialismus.

Kurzum: Das Buch widmet sich der Kritik der politischen Ökonomie des "globalisierten" Kapitalismus.

Aus dem Inhalt:
Das Finanzkapital

  • Die Basis des Kreditsystems: Von der Kunst des Geldverleihens
  • Das etwas andere Wachstum: Die Akkumulation des fiktiven Kapitals
  • Finanzsektor und öffentliche Gewalt: Eine konfliktreiche Symbiose
  • Das internationale Finanzgeschäft und die Konkurrenz der Nationen

Das komplette Inhaltsverzeichnis kann man sich hier herunterladen ( pdf 412 kB)

Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag.

180 Seiten, Format A5
Fadensiegelung mit Efalinkarton
€ 20,-
ISBN 978-3-929211-16-0
Das Buch erscheint auch in den Ebook-Formaten PDF, EPUB und MOBI.

Buchtip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag

J. Köper, U. Taraban:
Der Fall Griechenland

Fünf Jahre Krise und Krisenkonkurrenz
Europa rettet sein Geld - die deutsche Führungsmacht ihr imperialistisches Europa-Projekt

Alle Welt weiß: Griechenland ist ein Problem.
Aber was für eins? Ein humanitäres? Ein finanzwirtschaftliches? Ein ordnungspolitisches? Eines für den Euro? Für Brüssel? Für Deutschland? Für die Griechen?
Was für eins auch immer: Alle Welt kennt, vermisst, wünscht, fordert - eine Lösung.

Der Suche nach Lösungsvorschlägen allerdings verweigert sich die hier vorgelegte Aufsatzsammlung. Sie erklärt den innereuropäischen Imperialismus, der nicht nur den Griechen Probleme macht.
Und warum der alles andere als Lösungsvorschläge für seine Probleme verdient.

Wer wissen will, worum es in dem Buch genau geht, sollte sich dessen Vorwort durchlesen, die einzelnen Kapitel lassen sich dem Inhaltsverzeichnis entnehmen.

130 Seiten, Format A5
€ 10,-
ISBN 978-3-929211-15-3

Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag.

Pdf-Ausgabe (seitengleich mit der Druckausgabe):
€ 8.-     ISBN 978-3-929211-65-8
Epub-Format für Ebook-Lesegeräte:
€ 8.-     ISBN 978-3-929211-66-5
Mobi-Format u. a. für Kindle-Lesegeräte:
€ 8.-     ISBN 978-3-929211-67-2

Lesetip

Länderkunde:

Das "Flüchtlingsherkunftsland" Eritrea

Wir möchten angesichts der "Flüchtlingsproblematik" an dieser Stelle auf einen Artikel aus dem GegenStandpunkt 3-2015 verweisen, der am Fall Eritrea erläutert, wie "Flüchtlingsströme" zustande kommen.

Aus dem Text:
Den seit geraumer Zeit anschwellenden Flüchtlingsstrom aus Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika betrachten die europäischen Staaten - ein Großteil ihrer Bürger schon gleich - als ein ernsthaftes Problem: Als unerwünschte Fremde, die nicht auf Einladung und nicht nach den vorgesehenen Regeln einwandern, sind sie von Haus aus zu viele, eine Last, die es möglichst zu reduzieren gilt.

Dabei sind sowohl der deutsche Staat als auch seine journalistische Öffentlichkeit zu der Überzeugung gelangt, dass es nicht ausreicht, einen effektiveren Umgang mit den erfolgreich Geflüchteten zu finden, die Schleuser entschiedener zu bekämpfen und die noch nicht Geschleusten glaubwürdiger abzuschrecken. Man muss vielmehr die Sache an der Wurzel packen, die "Fluchtursachen selber bekämpfen", heißt es.

Das lenkt den Blick der Öffentlichkeit auf eine Reihe von Staaten, in denen das Leben für viele seiner Insassen offensichtlich unerträglich ist. Diese Staaten firmieren seitdem unter der Kategorie "Flüchtlingsherkunftsland", womit der Gesichtspunkt der kritischen Begutachtung hinreichend benannt ist: Sie versagen vor der Aufgabe, ihre Bevölkerung im Land und Europa von Flüchtlingen freizuhalten.

  • Das gültige öffentliche Urteil über Eritrea: ein "afrikanisches Nordkorea"!
  • Die eritreische Herrschaft: die Organisation von Volk und Führung für die staatliche Selbstbehauptung
  • Die wechselnde imperialistische Rolle Eritreas im US-Ordnungsprogramm für Ostafrika
  • Die neue Aufgabenzuweisung für die eritreische Herrschaft durch Europa: Von der Fluchtursache zum Fluchtverhinderer

Artikel lesen
Siehe dazu auch diesen Artikel aus dem GegenStandpunkt 03-1998: Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea - Der "absurdeste Konflikt der Erde"

Lesetip

Lernen, was man lernt:

Die bürgerliche Wissenschaft, einmal sachlich betrachtet

Wir leben ja nun bekanntlich in einer Wissensgesellschaft, ja, Wissen ist "unsere" wichtigste Ressource, wenn man den Politikern glauben darf. Und so gibt es eine Wissenschaft im Lande, institutionalisiert in den Hochschulen, grundsätzlich frei von staatlichen oder religiösen Denkvorschriften wie von Sachzwängen des Wirtschaftens und fleißig damit befaßt, Wissen zu produzieren, damit man hinterher weiß, wie der Gegenstand beschaffen ist und man zweckmäßig mit ihm umgehen kann.

Sogar geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen wendet man sich zu und ist offenbar der Meinung, daß auch der Mensch, sein Seelenleben, "wir alle", die Gechichte und die Wirtschaft sowieso allerhand Wissenswertes zu bieten haben und die Kenntnis davon zu allerlei Problemlösungen befähigt.

In diesem Sektor hochschulischer Betriebsamkeit sieht's wissensmäßig allerdings auch nach 100 bis 300 Jahren recht düster aus - es wimmelt von konkurrierenden, einander widersprechenden Theorien, von Ansätzen und Methoden, deren Verwendung immerhin Ergebnisse verheißen - wenn auch keine, die das Attribut "sachlich richtig" verdienten.
Gesichert scheint allein die Erkenntnis, daß das Wissen einfach nicht wißbar ist, weshalb vermessen, wer immer noch danach strebt.

Wer dennoch nicht einfach rezipieren, reproduzieren, gern auch "kritisch hinterfragen" und später dann selber "Ansätze" erfinden und "Modelle" basteln, sondern einfach mal wissen will: was er eigentlich lernt, wenn er an der Uni lernt, ob die dargebotenen Aussagen seiner Wissenschaft zutreffen und, wenn nein, wie man eigentlich auf solchen Blödsinn kommt und warum er so unkaputtbar ist, der sei auf eine Website verwiesen, die Erhellendes aus dem bzw. über das Reich der bürgerlichen Wissenschaft zu bieten hat.

Die Seite heißt so, wie sie gemeint ist, nämlich Wissenschaftskritik.de.

Warnung: Die Lektüre der empfohlenen Seiten trägt garantiert nichts zum Studienerfolg bei, leitet aber wie von selbst zu der Frage weiter, was das eigentlich für eine Gesellschaft ist, die sich gut bezahlte Profis zur systematischen Produktion von Doof- bis Gemeinheiten leistet.