Gruppe Gegensatz Marburg - Analyse & Kritik

Die Gruppe GegenSatz Marburg bietet Analysen und Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen.

Eine Liste unserer in Radio Unerhört Marburg gesendeten Beiträge findet sich in der Rubrik 'Texte'. Neben den von uns produzierten Eigenbeiträgen verweisen wir durch Adreßlinks auf externe Radiobeiträge, die in anderen freien Radiosendern veröffentlicht wurden.
Außerdem werden wir von Zeit zu Zeit Textbeiträge der GegenStandpunkt-Redaktion auf unserer Startseite "frisch" einstellen, die dann später zum Nachlesen unter der Rubrik "Texte" (siehe Texte) neben den "Radiobeiträgen" als "Textbeiträge" archiviert werden.
Weiterhin bieten wir im Bereich "Texte" Broschüren zum download an.
An unserem Büchertisch sind folgende Publikationen zu erwerben: Literaturliste

Wer mit uns diskutieren möchte, komme zu unseren Veranstaltungen (siehe Termine) und/oder sende eine E-Mail an die Redaktion.

Aktuelles:

Veranstaltungstip

Vortrag & Dskussion:

Das Menschenrecht: Rechtfertigung bürgerlichen Herrschaft mit der "Natur" der Beherrschten

Es heißt, jeder Mensch habe, auch wenn er vielleicht sonst nicht viel hat, auf jeden Fall ein paar Rechte: Menschenrechte.
Nach allgemeiner Auffassung ist deren wichtigste Eigenschaft, dass sie auch und gerade für den Staat bindend seien, der ja ansonsten die Instanz ist, die bestimmt, welche Rechte und Pflichten wem zukommen. In den Menschenrechten soll also nicht weniger als eine Dienstvorschrift für die Ausübung hoheitlicher Gewalt vorliegen.

Nach ebenso allgemeiner Auffassung ist das eine hervorragende Sache, weil der Mensch sonst schutzlos der Allmacht staatlicher Gewalt ausgeliefert sei. Mit dem Menschenrecht aber seien Staaten bzw. deren Amtsträger bei der Ausübung der ihnen übertragenen Amtsgewalt auf bestimmte Verfahren und Grenzen verpflichtet.

So groß ist die allgemeine Freude über die Selbstverpflichtung moderner demokratischer Staaten auf die Einhaltung dieser menschlichen Naturrechte, dass sie sich durch die paar Fragwürdigkeiten nicht trüben lässt, die in dieser humanistischen Idee natürlicher Gattungsrechte immerhin auch enthalten sind:

  • Die Natur soll den Menschen mit einer handvoll Schutzrechten vor staatlicher Willkür ausgestattet haben: Woher weiß die Natur, dass der Mensch einem Staat unterworfen ist? Und wie kommt sie darauf, dass der von sich aus die Leute zu unterjochen trachtet, wenn ihm keine Schranken gesetzt sind?
  • Eine vollständige Verschonung vor staatlicher Gewalt versprechen auch die Menschenrechte nicht. Aber welches Maß an Schonung vor staatlicher Gewalt soll denn der Natur des Menschen entsprechen?
  • Ein moderner Staat lobt sich dafür, dass er das Menschenrecht einhält. Nur: Wenn schon der Staat ohne menschenrechtliche Fesselung ein einziger unmenschlicher Willkürapparat sein soll - spricht das dann wirklich für ihn?
  • Und wenn der Staat für die Menschen nur dadurch überhaupt erträglich sein soll, dass das Menschenrecht ihm so manches verbietet - sollte das nicht ein paar Zweifel an dem aufkommen lassen, was er sich im Übrigen so alles erlaubt?

Vielleicht ist ja die große aufklärerische Idee eines menschlichen Naturrechts, das staatliche Gewalten bindet, tatsächlich nicht mehr als eben dies: theoretisch eine einzige Paradoxie und praktisch zu nichts anderem nütze als zur Verherrlichung genau der Gewalt, die neuzeitliche Staaten für die Durchsetzung ihrer Zwecke für angebracht halten.

in Marburg:
am   Donnerstag, den 30. Juni 2016 um 19.00 Uhr
im   KFZ, Schulstraße 6 (noch im alten Gebäude!)
Eintritt   frei

Lesetip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag:

GegenStandpunkt 02-2016

Ab sofort ist der neue GegenStandpunkt Nr. 2-2016 erhältlich. Das Heft ist für EUR 15,- im Buchhandel sowie direkt beim Verlag zu haben.


Aus dem Inhalt:

  • Von der "Europäisierung der Flüchtlingspolitik" zur "Zusammenarbeit mit der Türkei" und wieder zurück
  • Der humanistische deutsche Imperialismus kommt voran (Artikel lesen)
  • "Industrie 4.0"
  • Ein großer Fortschritt in der "Vernetzung" und in der Konkurrenz um die Frage, wem er gehört
  • "Noch ist Polen" schon wieder "nicht verloren"
  • Ein enttäuschter Nationalismus rechnet ab
  • Anmerkungen zum "Stichwort: Gerechtigkeit" (Artikel lesen)
  • Leserbrief: Fragen zum Sozialstaat & zu Freiheit und Zwang in der Politik (Artikel lesen)
  • Leserbrief: Zum Aussteigen im Kapitalismus (Artikel lesen)
  • "Je suis Böhmermann"
  • Kurze Chronologie eines Kampfes um Deutschlands Meinungsfreiheit (Artikel lesen)
  • Die Botschaft von drei Landtagswahlen­<br>
  • Deutschland im Konflikt zwischen konservativem und reaktionärem Anpassungswillen
  • Öffentlicher Streit der Regierungsparteien über den Aufstieg der AfD:
  • Wie wir den Ausländerfeinden am besten das Wasser abgraben (Artikel lesen)
  • "Deutschland-Rente" - ein neuer politischer Vorschlag zur privaten Altersvorsorge:
  • Mit mehr Erwerbsarmut wachsende Altersarmut bekämpfen
  • Zur Übernahme von Kaiser's TengelmannEdeka kämpft um die Marktführerschaft:
  • Der "Verdrängungswettbewerb" und seine öffentliche Betreuung
  • IG Metall "Aktionswoche für den deutschen Stahl":
  • Alles für den Erfolg des deutschen Stahlkapitals!

Neben der Druckausgabe erscheint die aktuelle Nummer auch in den Ebook-Formaten .pdf (seitengleich mit der Druckausgabe), .epub und .mobi (u. a. für Kindle-Reader).

Druckausgabe ISSN: 0941-5831
Ebook Pdf-Format ISBN: 978-3-929211-83-2
Ebook Epub-Format ISBN: 978-3-929211-84-9
Ebook Mobi-Format: 978-3-929211-85-6

In Marburg ist der GegenStandpunkt erhältlich in der

  • Bahnhofsbuchhandlung
  • Universitätsbuchhandlung (vormals Elwert), Reitgasse (Website)
  • Buchhandlung Roppel, Am Markt (Website)
  • Buchhandlung Roter Stern, Am Grün (Website)

in Gießen:

  • Bahnhofsbuchhandlung

Buchtip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag:
Sabine Predehl, Rolf Röhrig~:

Gesundheit - Ein Gut und sein Preis

Die vorliegende Schrift

  • erklärt, warum man so viel für seine Gesundheit tun muss: wodurch sie dauernd gefährdet und geschädigt wird.
  • bestimmt den Fehler, den sich die medizinische Wissenschaft in der theoretischen Behandlung der gar nicht unbekannten gesellschaftlichen Krankheitsursachen leistet; sie benennt die affirmative Stellung zum System der Konkurrenz, die diesem Fehler zugrunde liegt, und zeigt die Konsequenz, mit der dieser Fehler in eine moralische Begutachtung der populärsten Krankheiten und ihrer Ursachen einmündet. Sie befasst sich außerdem speziell mit der Logik der wissenschaftlichen Pathologie des Seelenlebens sowie mit dem paradoxen Erklärungsmuster der Alternativ- oder "Komplementärmedizin".
  • befasst sich mit der medizinischen Praxis und dem vertrackten Verhältnis zwischen privatem Bedürfnis nach medizinischer Hilfe und allgemeinem Interesse an funktionstüchtigen Bürgern: mit dem herrschenden Zweck, dem das von Staats wegen institutionalisierte Gesundheitswesen dient.
  • würdigt das Geschäft mit der Gesundheit und das ebenso absurde wie erfolgreiche Bemühen des modernen Gemeinwesens, die Gesundheitsversorgung eines ganzen Volkes als Geschäftsfeld zu organisieren, dessen Finanzierung die Versorgten überfordert, also Nachhilfe durch staatliche Gewalt benötigt.

Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag.

100 Seiten, Format A5
Fadensiegelung mit Efalinkarton
€ 10,-
ISBN 978-3-929211-17-7
Das Buch erscheint auch als Ebook.

Buchtip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag
Peter Decker, Konrad Hecker, Joseph Patrick:

Das Finanzkapital

Die vorliegende Schrift bietet

  • keine Beschwerde über Zockerei und kriminelle Umtriebe der Finanzmafia;
  • keinen Einblick in den Alltag ehrlicher Geldhändler;
  • weder Untergangsprognosen noch Zukunftsperspektiven für eine Krisenbranche;
  • keine kurzgefasste Banklehre oder einen TÜV für die Ratschläge vom Bankberater;
  • keine Rezepte für eine bessere staatliche Geld- und Finanzpolitik.

Sie erklärt stattdessen

  • das Verhältnis der Abhängigkeit und der Notwendigkeit, des Dienstes und des Regimes, in dem das Finanzgewerbe zur kapitalistischen Warenproduktion steht;
  • die vom Staat verliehene und unterstützte Macht der Banken, Kreditzeichen als Geld zirkulieren zu lassen und mit Schulden Geschäfte zu machen;
  • die Freiheit der ‚Finanzindustrie‘, mit dem Geldvermögen der Gesellschaft, das ihr gar nicht gehört, auf den Geschäftserfolg der Unternehmenswelt zu spekulieren, die ihr auch nicht gehört, und daran nicht nur zu verdienen, sondern alle Welt vom Erfolg ihrer Spekulationsgeschäfte abhängig zu machen;
  • den Nutzen des Kreditgewerbes für den Staat, der mit Geld und Schulden regiert, und den Nutzen des Staats für das Kreditgewerbe, das ohne Zentralbank und öffentliche Schuldenverwaltung aufgeschmissen wäre; also die Symbiose von privater Finanzmacht und staatlicher Gewalt;
  • die weltweit wirksame Macht über Investitionen und nationale Kapitalstandorte, die die Kreditbranche durch die staatlich betreute Internationalisierung des kapitalistischen Geschäftslebens gewinnt;
  • den Dienst, den die Finanzmärkte für das Geld der Weltwirtschaftsmächte leisten, und die Geschäftsfreiheiten und -mittel, die sie dafür von den politischen Machthabern über die herrschende Weltordnung verlangen und bekommen; also die ökonomische Räson des modernen Imperialismus.

Kurzum: Das Buch widmet sich der Kritik der politischen Ökonomie des "globalisierten" Kapitalismus.

Aus dem Inhalt:
Das Finanzkapital

  • Die Basis des Kreditsystems: Von der Kunst des Geldverleihens
  • Das etwas andere Wachstum: Die Akkumulation des fiktiven Kapitals
  • Finanzsektor und öffentliche Gewalt: Eine konfliktreiche Symbiose
  • Das internationale Finanzgeschäft und die Konkurrenz der Nationen

Das komplette Inhaltsverzeichnis kann man sich hier herunterladen ( pdf 412 kB)

Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag.

180 Seiten, Format A5
Fadensiegelung mit Efalinkarton
€ 20,-
ISBN 978-3-929211-16-0
Das Buch erscheint auch in den Ebook-Formaten PDF, EPUB und MOBI.

Buchtip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag

J. Köper, U. Taraban:
Der Fall Griechenland

Fünf Jahre Krise und Krisenkonkurrenz
Europa rettet sein Geld - die deutsche Führungsmacht ihr imperialistisches Europa-Projekt

Alle Welt weiß: Griechenland ist ein Problem.
Aber was für eins? Ein humanitäres? Ein finanzwirtschaftliches? Ein ordnungspolitisches? Eines für den Euro? Für Brüssel? Für Deutschland? Für die Griechen?
Was für eins auch immer: Alle Welt kennt, vermisst, wünscht, fordert - eine Lösung.

Der Suche nach Lösungsvorschlägen allerdings verweigert sich die hier vorgelegte Aufsatzsammlung. Sie erklärt den innereuropäischen Imperialismus, der nicht nur den Griechen Probleme macht.
Und warum der alles andere als Lösungsvorschläge für seine Probleme verdient.

Wer wissen will, worum es in dem Buch genau geht, sollte sich dessen Vorwort durchlesen, die einzelnen Kapitel lassen sich dem Inhaltsverzeichnis entnehmen.

130 Seiten, Format A5
€ 10,-
ISBN 978-3-929211-15-3

Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag.

Pdf-Ausgabe (seitengleich mit der Druckausgabe):
€ 8.-     ISBN 978-3-929211-65-8
Epub-Format für Ebook-Lesegeräte:
€ 8.-     ISBN 978-3-929211-66-5
Mobi-Format u. a. für Kindle-Lesegeräte:
€ 8.-     ISBN 978-3-929211-67-2

Lesetip

Neue Anschläge in Paris:

130 Tote ... sprechen schon wieder für nichts als - abendländischen Nationalismus

Anläßlich der Anschläge in Paris am 13. November 2015 möchten wir auf einen leider immer noch aktuellen Lesetip verweisen, den wir aus ähnlichem Anlaß zum Thema "Wir sind Charlie" hier veröffentlicht haben.
Denn wir meinen: So bitter die Attentate für die Betroffenen wie für ihre Bekannten und Verwandten sind - sich deshalb erst recht als Pariser/Franzose/Freiheitsbürger zu fühlen, ist einfach verkehrt.

Denn damit vollzieht man an sich selber eine recht brutale Abstraktion: Man betrachtet sich und andere weniger als die Leute, die sie sind, sondern als Volkskörperchen; und flugs gerät das Gemeinwesen, dem sie zugeordnet sind, zum eigentlichen Leidtragenden - Menschen wie du und ich zählen da nur noch als dessen Stellvertreter.
Und genau so haben die Attentäter Café- und Konzertbesucher betrachtet, die eher nicht den Ton angeben auf der weltpolitischen Bühne, und zu ihren Opfern gemacht: "Was hier passiert, ist eure Schuld. Wir rächen unsere Brüder in Syrien." (einer der Bataclan-Attentäter laut FAZ.net vom 15.11.2015)

Lesetip

Länderkunde:

Das "Flüchtlingsherkunftsland" Eritrea

Wir möchten angesichts der "Flüchtlingsproblematik" an dieser Stelle auf einen Artikel aus dem aktuellen GegenStandpunkt verweisen, der am Fall Eritrea erläutert, wie "Flüchtlingsströme" zustande kommen.

Aus dem Text:
Den seit geraumer Zeit anschwellenden Flüchtlingsstrom aus Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika betrachten die europäischen Staaten - ein Großteil ihrer Bürger schon gleich - als ein ernsthaftes Problem: Als unerwünschte Fremde, die nicht auf Einladung und nicht nach den vorgesehenen Regeln einwandern, sind sie von Haus aus zu viele, eine Last, die es möglichst zu reduzieren gilt.

Dabei sind sowohl der deutsche Staat als auch seine journalistische Öffentlichkeit zu der Überzeugung gelangt, dass es nicht ausreicht, einen effektiveren Umgang mit den erfolgreich Geflüchteten zu finden, die Schleuser entschiedener zu bekämpfen und die noch nicht Geschleusten glaubwürdiger abzuschrecken. Man muss vielmehr die Sache an der Wurzel packen, die "Fluchtursachen selber bekämpfen", heißt es.

Das lenkt den Blick der Öffentlichkeit auf eine Reihe von Staaten, in denen das Leben für viele seiner Insassen offensichtlich unerträglich ist. Diese Staaten firmieren seitdem unter der Kategorie "Flüchtlingsherkunftsland", womit der Gesichtspunkt der kritischen Begutachtung hinreichend benannt ist: Sie versagen vor der Aufgabe, ihre Bevölkerung im Land und Europa von Flüchtlingen freizuhalten.

  • Das gültige öffentliche Urteil über Eritrea: ein "afrikanisches Nordkorea"!
  • Die eritreische Herrschaft: die Organisation von Volk und Führung für die staatliche Selbstbehauptung
  • Die wechselnde imperialistische Rolle Eritreas im US-Ordnungsprogramm für Ostafrika
  • Die neue Aufgabenzuweisung für die eritreische Herrschaft durch Europa: Von der Fluchtursache zum Fluchtverhinderer

Artikel lesen
Siehe dazu auch diesen Artikel aus dem GegenStandpunkt 03-1998: Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea - Der "absurdeste Konflikt der Erde"

Lesetip

"Wir sind Charlie"...

Von der Verwandlung eines religiös motivierten Racheaktes in einen Angriff auf "unsere" höchsten Werte

Wer erschrocken ist über das Massaker an französischen Karikaturisten im Januar dieses Jahres;
wer aber auch erschrocken ist über Bilder - nicht nur - aus Frankreich, auf denen sich jeder so ganz persönlich betroffen gibt, den Anschlag auf die Comic-Zeichner wie einen Anschlag auf sich nimmt und nur noch "Charlie" sein will; auf denen Volk und Führung so umstandslos innigen Schulterschluss üben im "Kampf für Meinungsfreiheit" und gegen die "Intoleranz", also "das Böse", der findet im Artikel

  Anschläge in Paris
  Ein Hochamt des abendländischen Nationalismus - alle sind Charlie

in der Zeitschrift GegenStandpunkt 01-2015 allerhand wenig erfreuliche Auskünfte darüber, wie die demokratische Öffentlichkeit - und jede Menge Privatleute - die blutige Aktion islamistischer Attentäter bewältigt - und wie wenig das mit so etwas wie schlichtem Mitgefühl zu tun hat. Dazu gibt's einige Hinweise darauf, auf welchem Mist der islamistische Terrorismus gewachsen ist.

Interessant ist hier auch ein schon etwas älterer Artikel der Zeitschrift "GegenStandpunkt" Er bietet Überlegungen und Argumente, die hilfreich dafür sind, sich ein Urteil über die Sache zu bilden. Der Artikel:

  Viel Lärm um ein paar Zeichnungen zum Thema "Mohammed" und ein
  Kreuzzug für die Meinungsfreiheit

ist im GegenStandpunkt 1-06 erschienen und kann hier nachgelesen werden.

 
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Lesetip

Lernen, was man lernt:

Die bürgerliche Wissenschaft, einmal sachlich betrachtet

Wir leben ja nun bekanntlich in einer Wissensgesellschaft, ja, Wissen ist "unsere" wichtigste Ressource, wenn man den Politikern glauben darf. Und so gibt es eine Wissenschaft im Lande, institutionalisiert in den Hochschulen, grundsätzlich frei von staatlichen oder religiösen Denkvorschriften wie von Sachzwängen des Wirtschaftens und fleißig damit befaßt, Wissen zu produzieren, damit man hinterher weiß, wie der Gegenstand beschaffen ist und man zweckmäßig mit ihm umgehen kann.

Sogar geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen wendet man sich zu und ist offenbar der Meinung, daß auch der Mensch, sein Seelenleben, "wir alle", die Gechichte und die Wirtschaft sowieso allerhand Wissenswertes zu bieten haben und die Kenntnis davon zu allerlei Problemlösungen befähigt.

In diesem Sektor hochschulischer Betriebsamkeit sieht's wissensmäßig allerdings auch nach 100 bis 300 Jahren recht düster aus - es wimmelt von konkurrierenden, einander widersprechenden Theorien, von Ansätzen und Methoden, deren Verwendung immerhin Ergebnisse verheißen - wenn auch keine, die das Attribut "sachlich richtig" verdienten.
Gesichert scheint allein die Erkenntnis, daß das Wissen einfach nicht wißbar ist, weshalb vermessen, wer immer noch danach strebt.

Wer dennoch nicht einfach rezipieren, reproduzieren, gern auch "kritisch hinterfragen" und später dann selber "Ansätze" erfinden und "Modelle" basteln, sondern einfach mal wissen will: was er eigentlich lernt, wenn er an der Uni lernt, ob die dargebotenen Aussagen seiner Wissenschaft zutreffen und, wenn nein, wie man eigentlich auf solchen Blödsinn kommt und warum er so unkaputtbar ist, der sei auf eine Website verwiesen, die Erhellendes aus dem bzw. über das Reich der bürgerlichen Wissenschaft zu bieten hat.

Die Seite heißt so, wie sie gemeint ist, nämlich Wissenschaftskritik.de.

Warnung: Die Lektüre der empfohlenen Seiten trägt garantiert nichts zum Studienerfolg bei, leitet aber wie von selbst zu der Frage weiter, was das eigentlich für eine Gesellschaft ist, die sich gut bezahlte Profis zur systematischen Produktion von Doof- bis Gemeinheiten leistet.