Gruppe Gegensatz Marburg -

Die Gruppe GegenSatz Marburg bietet Analysen und Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen und lädt dazu des öfteren zu Vortrags- und/oder Diskussionsveranstaltungen zu jeweils aktuellen Themen ein.

Außerdem stellen wir von Zeit zu Zeit Textbeiträge der GegenStandpunkt-Redaktion ein, verweisen auf interessante Neuerscheinungen.
Weiterhin bieten wir im Bereich "Texte" Lesematerial zum download an.

Wer mit uns diskutieren möchte, komme zu unseren Veranstaltungen (siehe Termine) und/oder sende eine E-Mail an die Redaktion.
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Aktuelles:

Diskussionstip

Einladung zur kritischen Diskussion

Trumps Ansage an die Welt: "America first"

Abgesehen vielleicht von Russland, England und den rechten und rechtsradikalen Parteien Europas hält die zivilisierte Welt den neuen US-Präsidenten für eine Katastrophe und seine Wähler für Blödmänner, die auf einen Scharlatan hereinfallen. Im mächtigsten Office des Globus sitzt nicht nur eine Reality-TV-Figur, ein politisch unerfahrener Immobilien-Milliardär, der nicht auf seine Fachleute und Geheimdienste hört, sondern ein notorischer Lügner, Hetzer, Rassist, Sexist und Egomane - eine komplette Fehlbesetzung des amerikanischen Präsidentenamtes.

Dieser Verachtung, dem psychologisierenden Lächerlichmachen und Verteufeln des Wahlsiegers soll auf der Veranstaltung widersprochen werden. Wir jedenfalls möchten deutlich machen, dass es das Amt des US-Präsidenten und die dazugehörige Mission sind, die Ablehnung und Furcht verdienen und nicht eine dem hohen Amt Schande machende Amtsperson.

Für eine Beurteilung des neuen Präsidenten ist erst einmal sein Standpunkt und damit das politische Angebot zu würdigen, das er seinen Wählern macht - sowohl nach Innen als auch außenpolitisch. Denn daraus lässt sich die Mission entnehmen, der Trump sich verpflichtet weiß.

Nachdem wir in der ersten Disklussionsrunde mit der Klärung begonnen haben, wie Trump sein Volk definiert, soll es - im Anschluss an ein kurzes Resümee und ggf. Nachträgen - am kommenden Dienstag vornehmlich um seine außenpolitischen Ambitionen gehen:
Welche Weltlage diagnostiziert Trump und welchen Aufbruch propagiert er mit seinem Programm "America first"?

PS:
Ein guter Ausgangspunkt zur Vorbereitung ist wiederum Trumps Rede zu seiner Amtseinführung, die man hier nachlesen kann:
Trumps Antrittsrede im Wortlaut (auf Deutsch)

Thema: Trumps Ansage an die Welt: "America first"
in Marburg:
am   Dienstag, den 21. März 2017 um 19.00 Uhr
im   Kulturzentrum Waggonhalle, Rudolf-Bultmann-Straße 2A, Seminarraum "Alte Kantine"
Eintritt   frei

Lesetip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag:

GegenStandpunkt 2017-01

Titelbild GegenStandpunkt 1-17 Ab sofort ist der neue GegenStandpunkt Nr. 1-2017 erhältlich. Das Heft ist für EUR 15,- im Buchhandel sowie direkt beim Verlag zu haben.
Aus dem Inhalt:

Merkels Land
   IV. Die deutsche Gewerkschaft: (Artikel lesen)
     1 Der Kampf um "Gute Arbeit"
     2 Der Kampf um Soziale Sicherheit
     3 Deutscher Erfolg in der Standortkonkurrenz als Bedingung für eine noch sozialere Republik
   V. Die politische Kultur (Artikel lesen)
     1 Aufruhr der Patrioten: Von "Rechtsbruch!" bis "Widerstand!!"
     2 Die "anti-rechte" Generallinie: Das unbedingte Recht der deutschen Demokratie auf Bewahrung der herrschenden Machtverhältnisse

Anmerkungen zum "Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr"
Anspruch und Drangsale des deutschen Imperialismus
   I. Grund, Grundlage und Widerspruch globaler deutscher Sicherheitspolitik
   II. Das vom Weißbuch so genannte "sicherheitspolitische Umfeld Deutschlands"­Haupt- und Nebenwirkungen der "neuen Weltordnung" Amerikas vor ihrem Umsturz durch den neuen Präsidenten

Cybersecurity und Cyberwar
Die Karriere des Internet ...
 ... vom Kommando-Instrument des US-Militärs im Atomkrieg
 ... zum universellen Kommunikationskanal des Kapitalismus
 ... und darüber zum fünften strategischen Kriegsschauplatzder USA und ihrer Rivalen

"Arbeiten 4.0" im Zukunftsdialog: (Artikel lesen)
Das Kapital wirbt für das "bedingungslose Grundeinkommen", die Politik hält "gute Arbeit" dagegen
Spitzenmäßige Antworten auf die widersprüchliche Inanspruchnahme der Lohnarbeit
   I. Unternehmer werben für ein bedingungsloses Grundeinkommen
   II. Die Politik erteilt dem ‚Ende der Arbeitsgesellschaft‘ eine Absage

150 Jahre ‚Das Kapital‘ und seine bürgerlichen Rezensenten
Der Marxismus - zu Tode interpretiert, vereinnahmt, bekämpft
   I. Die "Wertlehre": Ein total unbrauchbarer Ansatz fürs richtige wissenschaftliche Verständnis des Kapitalismus!
   II. Die "Klassengesellschaft": Soziologisch betrachtet ein viel zu simples Schema, zudem empirisch gar nicht nachweisbar!
   III. Das "notwendig falsche Bewusstsein": Weder notwendig noch falsch, weil einfach nur funktional für die Gesellschaft!
   IV. Der "Marxismus": Eine Denkmethode zur absichtsvollen Untergrabung des Fortschritts der Wissenschaft und der Menschheit überhaupt!

Noch'n Leserbrief zum Thema Gerechtigkeit: (Artikel lesen)
Eine Absage.

Leserbrief: (Artikel lesen)
Das Subjekt und seine geistigen Tätigkeiten - reine "philosophisch-idealistische Fiktion"?

  


Neben der Druckausgabe erscheint die aktuelle Nummer auch in den Ebook-Formaten .pdf (seitengleich mit der Druckausgabe), .epub und .mobi (u. a. für Kindle-Reader).

Druckausgabe ISSN: 0941-5831
Ebook Pdf-Format ISBN: 978-3-929211-93-1
Ebook Epub-Format ISBN: 978-3-929211-94-8
Ebook Mobi-Format: 978-3-929211-95-5

In Marburg ist der GegenStandpunkt erhältlich in der

  • Bahnhofsbuchhandlung
  • Universitätsbuchhandlung (vormals Elwert), Reitgasse (Website)
  • Buchhandlung Roppel, Am Markt (Website)
  • Buchhandlung Roter Stern, Am Grün (Website)

in Gießen:

  • Bahnhofsbuchhandlung

Lesetip

BER - Das "Tor zur Welt" bleibt erstmal zu:

Von der Effizienz der Marktwirtschaft

Nun wird es doch wieder nichts mit der Eröffnung unseres Hauptstadtflughafens:

"Der neue Hauptstadtflughafen BER wird dieses Jahr mit Sicherheit nicht eröffnet. Das bestätigte Flughafen-Chef Mühlenfeld offiziell am Samstag. Zuvor hatte schon Michael Müller einen Start bis Ende 2017 für unmöglich erklärt - einen genauen Termin gibt's auch für danach noch nicht." (rbb-online.de, 21.01.2017)

Nun kann man angesichts der mittlerweile fünften Verschiebung des Eröffnungstermins den Kopf schütteln über "Mißmanagement" und "Aufsichtsversagen", man kann die volkswirtschaftliche Weisheit, dass "Planen in der Wirtschaft nun mal nicht geht", bestätigt sehen und sich deshalb überhaupt nicht wundern.

Man kann sich aber auch einfach einmal fragen, wie's tatsächlich zugeht bei der Realisierung eines solchen Projektes, wenn die der berühmten marktwirtschaftlichen Effizienz von "privatwirtschaftlichen" Unternehmen überantwortet, sprich: als Kooperation von Konkurrenten abgewickelt wird.

Genau das tut der Artikel "'Desaster' am Flughafen Berlin: Kann der Staat nicht planen?" aus dem GegenStandpunkt 02-2013, der zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell ist und deshalb zur Lektüre empfohlen sei.

Der Artikel zeigt, dass und wie die beklagten Verzögerungen, Kostensteigerungen, Murks am Bau und sonstige Unbill weniger der Tatsache, daß auch ein solcher Bau eben geplant sein will geschuldet sind als vielmehr der Interessenslage der beteiligten Subjekte, die sämtlich ein hierzulande höchst ehrenwertes Ziel verfolgen: Gewinne zu erwirtschaften.

Artikel lesen

Lesetip

Lernen, was man lernt:

Die bürgerliche Wissenschaft, einmal sachlich betrachtet

Wir leben ja nun bekanntlich in einer Wissensgesellschaft, ja, Wissen ist "unsere" wichtigste Ressource, wenn man den Politikern glauben darf. Und so gibt es eine Wissenschaft im Lande, institutionalisiert in den Hochschulen, grundsätzlich frei von staatlichen oder religiösen Denkvorschriften wie von Sachzwängen des Wirtschaftens und fleißig damit befaßt, Wissen zu produzieren, damit man hinterher weiß, wie der Gegenstand beschaffen ist und man zweckmäßig mit ihm umgehen kann.

Sogar geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen wendet man sich zu und ist offenbar der Meinung, daß auch der Mensch, sein Seelenleben, "wir alle", die Gechichte und die Wirtschaft sowieso allerhand Wissenswertes zu bieten haben und die Kenntnis davon zu allerlei Problemlösungen befähigt.

In diesem Sektor hochschulischer Betriebsamkeit sieht's wissensmäßig allerdings auch nach 100 bis 300 Jahren recht düster aus - es wimmelt von konkurrierenden, einander widersprechenden Theorien, von Ansätzen und Methoden, deren Verwendung immerhin Ergebnisse verheißen - wenn auch keine, die das Attribut "sachlich richtig" verdienten.
Gesichert scheint allein die Erkenntnis, daß das Wissen einfach nicht wißbar ist, weshalb vermessen, wer immer noch danach strebt.

Wer dennoch nicht einfach rezipieren, reproduzieren, gern auch "kritisch hinterfragen" und später dann selber "Ansätze" erfinden und "Modelle" basteln, sondern einfach mal wissen will: was er eigentlich lernt, wenn er an der Uni lernt, ob die dargebotenen Aussagen seiner Wissenschaft zutreffen und, wenn nein, wie man eigentlich auf solchen Blödsinn kommt und warum er so unkaputtbar ist, der sei auf eine Website verwiesen, die Erhellendes aus dem bzw. über das Reich der bürgerlichen Wissenschaft zu bieten hat.

Die Seite heißt so, wie sie gemeint ist, nämlich Wissenschaftskritik.de.

Warnung: Die Lektüre der empfohlenen Seiten trägt garantiert nichts zum Studienerfolg bei, leitet aber wie von selbst zu der Frage weiter, was das eigentlich für eine Gesellschaft ist, die sich gut bezahlte Profis zur systematischen Produktion von Doof- bis Gemeinheiten leistet.