Gruppe Gegensatz Marburg -

Die Gruppe GegenSatz Marburg bietet Analysen und Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen und lädt dazu des öfteren zu Vortrags- und/oder Diskussionsveranstaltungen zu jeweils aktuellen Themen ein.

Außerdem stellen wir von Zeit zu Zeit Textbeiträge der GegenStandpunkt-Redaktion ein, verweisen auf interessante Neuerscheinungen.
Weiterhin bieten wir im Bereich "Texte" Lesematerial zum download an.

Wer mit uns diskutieren möchte, komme zu unseren Veranstaltungen (siehe Termine) und/oder sende eine E-Mail an die Redaktion.
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Aktuelles:

Lesetip

BER - Das "Tor zur Welt" bleibt erstmal zu:

Von der Effizienz der Marktwirtschaft

Nun wird es doch wieder nichts mit der Eröffnung unseres Hauptstadtflughafens:

"Der neue Hauptstadtflughafen BER wird dieses Jahr mit Sicherheit nicht eröffnet. Das bestätigte Flughafen-Chef Mühlenfeld offiziell am Samstag. Zuvor hatte schon Michael Müller einen Start bis Ende 2017 für unmöglich erklärt - einen genauen Termin gibt's auch für danach noch nicht." (rbb-online.de, 21.01.2017)

Nun kann man angesichts der mittlerweile fünften Verschiebung des Eröffnungstermins den Kopf schütteln über "Mißmanagement" und "Aufsichtsversagen", man kann die volkswirtschaftliche Weisheit, dass "Planen in der Wirtschaft nun mal nicht geht", bestätigt sehen und sich deshalb überhaupt nicht wundern.

Man kann sich aber auch einfach einmal fragen, wie's tatsächlich zugeht bei der Realisierung eines solchen Projektes, wenn die der berühmten marktwirtschaftlichen Effizienz von "privatwirtschaftlichen" Unternehmen überantwortet, sprich: als Kooperation von Konkurrenten abgewickelt wird.

Genau das tut der Artikel "'Desaster' am Flughafen Berlin: Kann der Staat nicht planen?" aus dem GegenStandpunkt 02-2013, der zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell ist und deshalb zur Lektüre empfohlen sei.

Der Artikel zeigt, dass und wie die beklagten Verzögerungen, Kostensteigerungen, Murks am Bau und sonstige Unbill weniger der Tatsache, daß auch ein solcher Bau eben geplant sein will geschuldet sind als vielmehr der Interessenslage der beteiligten Subjekte, die sämtlich ein hierzulande höchst ehrenwertes Ziel verfolgen: Gewinne zu erwirtschaften.

Artikel lesen

Lesetip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag:

GegenStandpunkt 2016-04

Titelbild GegenStandpunkt 4-16 Ab sofort ist der neue GegenStandpunkt Nr. 4-2016 erhältlich. Das Heft ist für EUR 15,- im Buchhandel sowie direkt beim Verlag zu haben.
Aus dem Inhalt:

Merkels Land III - Der deutsche Imperialismus
  1. Unser Euro und unser Europa
  1. Handelspolitik für uns und den Rest der Welt
  3. Die Rettung unserer (Um)Welt
  4. Unsere Ukraine
  5. Unsere weltweite politische Verantwortung
  6. Unsere Flüchtlinge

Fragen zu Bruttoinlandsprodukt (BIP), Wachstum, Arbeitszeit und Produktivität

Lotta continua im Krisenstaat Italien
Von den Fortschritten der Gewerkschaftsbewegung im Zeitalter des Kampfes um Arbeitsplätze
   I. Neue Sitten des Kapitals im Umgang mit Arbeit und Lohn
      1. Das "Projekt" Fiat
      2. Die Kapitalistenklasse hört die Signale
   II. Der italienische Staat bestätigt und ergänzt den Klassenkampf von oben
      1. Der Staat spart
      2. Die Politik setzt die "Jobmaschine" frei
      3. Antisindacalità
   III. Wie die Gewerkschaften mit ihrer Entmachtung umgehen
      1. Aus Entmachtung wird eine konstruktive Strategie
      2. Die gespaltene gewerkschaftliche Bewegung findet zu neuer Einheit
      3. Gegen die Konkurrenz der Arbeiter: solidarietà - im Verzicht
      4. Der Kampf geht weiter: für die verlorene Ehre der Arbeit

Unsere Ukraine - ein einziger großer Fall von "Korruption"
Friktionen bei der Herrichtung eines failed state zum Frontstaat
  1. Amerika beklagt die Korrumpierung der Ukraine durch Russland
  2. Das Leiden Amerikas an der Unzuverlässigkeit seiner Eroberung
      - Wirtschaftlicher Ruin als Preis der neuen Freiheit
      - Der amerikanische Standpunkt: die Ukraine ist ihren Befreiern den success einfach schuldig
  3. Der Maßstab "Korruption": ein Delikt, das aus dem Rechtsbestand der erfolgreichen kapitalistischen Staaten entlehnt ist und angewandt auf die Ukraine nur zersetzend wirkt
      - Das Verhältnis von politischer Gewalt und ökonomischer Privatmacht in der Ukraine: Kapitalismus als Oligarchenwirtschaft
      - Der Feldzug der Aufsichtsmächte gegen die "Korruption" verlangt eine komplette Umwälzung der ukrainischen Verhältnisse
      - Die Entfesselung eines neuen Machtkampfs
      - Die Ausübung ökonomischer und politischer Machtfunktionen in der Ukraine muss outgesourct werden
      - "Ukraine has every reason to succeed"

Chronik - kein Kommentar!

  1. Der Steuerstreit zwischen Apple und der EU-Kommission:
  2. Ein Branchenführer kämpft um sein Erfolgsmodell -
    Irland um seine ökonomische Räson in der EU -
    die EU gegen die USA um ihre Regelungskompetenz
      1. Das Geschäftsmodell eines marktbeherrschenden Global Players
      2. Die Grundlage: Die hoheitliche Freisetzung und Konkurrenz um den nationalen Nutzen des Weltgeschäfts
      3. Der Angriff auf Irlands ökonomisches Erfolgsmodell in der EU und seine weiterreichenden Perspektiven
      4. Vom innereuropäischen Rechtsstreit zur imperialistischen Affäre zwischen den USA und der EU
     
  3. 'VW versus Prevent':
  4. Klarstellungen zum Outsourcing-Geschäftsmodell der Automobilbranche
      Outsourcing als Mittel der Kostpreissenkung
      Konkurrenz um den Nutzen aus der Lohndrückerei
      Belegschaften als Kampfmittel
      
  5. Deutsche Leitkultur auf dem Prüfstand:
  6. Müssen wir die Burka aushalten?
     
  7. Neues aus Brüssel über die Afghanistan-Geberkonferenz
  8. Vorbild Deutschland: Endlich mal ein guter Deal mit der Regierung Ghani
     
  9. Nobelpreiswürdiges Friedensabkommen mit den FARC in Kolumbien:
  10. Kolumbiens herrschende Klasse streitet über die Kosten des Friedens
       I. Kolumbiens Projekt "Modernisierung"
       II. Ein Friedensvertrag mit erledigten Staatsgegnern als Standortfaktor
       III. Der Streit im Land: Wie viel Zugeständnis an die Staatsfeinde erträgt die Nation?
     
  11. Der Kampf der Linken gegen Rechts - heute:
  12. Die Betreuung der sozialen Unzufriedenheit nicht der AfD überlassen!
       Der Co-Vorsitzende Riexinger besichtigt einen Nährboden
       Frau Wagenknecht hat Verständnis für die nationalistischen Übergänge, die sie bekämpft
       Ramelow hat das beste Argument gegen Ausländerhass: Wir brauchen die!
       Wagenknecht weiß für den starken Staat einen guten Zweck.
     
  13. Literaturnobelpreis für Bob Dylan

Neben der Druckausgabe erscheint die aktuelle Nummer auch in den Ebook-Formaten .pdf (seitengleich mit der Druckausgabe), .epub und .mobi (u. a. für Kindle-Reader).

Druckausgabe ISSN: 0941-5831
Ebook Pdf-Format ISBN: 978-3-929211-89-4
Ebook Epub-Format ISBN: 978-3-929211-90-0
Ebook Mobi-Format: 978-3-929211-92-4

In Marburg ist der GegenStandpunkt erhältlich in der

  • Bahnhofsbuchhandlung
  • Universitätsbuchhandlung (vormals Elwert), Reitgasse (Website)
  • Buchhandlung Roppel, Am Markt (Website)
  • Buchhandlung Roter Stern, Am Grün (Website)

in Gießen:

  • Bahnhofsbuchhandlung

Lesetip

Texte zur "Macht des Konsumenten":

Konsum, Konsument und "Konsumentenmacht" im Kapitalismus

Wir haben einmal einige Texte zusammengestellt, die sich recht ausführlich mit der Rolle des Konsums wie des Konsumenten in der Marktwirtschaft befassen, sowie mit der "Macht", die der Konsument mit seinem Kaufentscheid ausüben kann: worin sie besteht, was sie bewirkt - und was nicht.

Zudem sind einige ältere, anlässlich diverser Skandale verfasste Texte beigelegt, denen sich abmerken lässt, mit welch unschöner Regelmäßigkeit unsere so effiziente Marktwirtschaft höchst effizient Unzuträgliches hervorbringt, und warum das so ist.
Und sie zeigen den Zynismus, mit dem dieser Sachverhalt ebenso regelmäßig in der öffentlichen Diskussion ausgerechnet dem Geschädigten: dem Konsumenten angelastet wird.

Heraus kommt bei der Lektüre, soviel sei hier schon gesagt, weniger ein Aufruf zum "bewußten Einkaufen" als vielmehr der Schluss: Eine Geldvermehrungswirtschaft wie die unsere ist ohne Ekelspeisen, Umweltgifte und unerträgliche Arbeitsbedingungen einfach nicht zu haben.

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Lesetip

Lernen, was man lernt:

Die bürgerliche Wissenschaft, einmal sachlich betrachtet

Wir leben ja nun bekanntlich in einer Wissensgesellschaft, ja, Wissen ist "unsere" wichtigste Ressource, wenn man den Politikern glauben darf. Und so gibt es eine Wissenschaft im Lande, institutionalisiert in den Hochschulen, grundsätzlich frei von staatlichen oder religiösen Denkvorschriften wie von Sachzwängen des Wirtschaftens und fleißig damit befaßt, Wissen zu produzieren, damit man hinterher weiß, wie der Gegenstand beschaffen ist und man zweckmäßig mit ihm umgehen kann.

Sogar geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen wendet man sich zu und ist offenbar der Meinung, daß auch der Mensch, sein Seelenleben, "wir alle", die Gechichte und die Wirtschaft sowieso allerhand Wissenswertes zu bieten haben und die Kenntnis davon zu allerlei Problemlösungen befähigt.

In diesem Sektor hochschulischer Betriebsamkeit sieht's wissensmäßig allerdings auch nach 100 bis 300 Jahren recht düster aus - es wimmelt von konkurrierenden, einander widersprechenden Theorien, von Ansätzen und Methoden, deren Verwendung immerhin Ergebnisse verheißen - wenn auch keine, die das Attribut "sachlich richtig" verdienten.
Gesichert scheint allein die Erkenntnis, daß das Wissen einfach nicht wißbar ist, weshalb vermessen, wer immer noch danach strebt.

Wer dennoch nicht einfach rezipieren, reproduzieren, gern auch "kritisch hinterfragen" und später dann selber "Ansätze" erfinden und "Modelle" basteln, sondern einfach mal wissen will: was er eigentlich lernt, wenn er an der Uni lernt, ob die dargebotenen Aussagen seiner Wissenschaft zutreffen und, wenn nein, wie man eigentlich auf solchen Blödsinn kommt und warum er so unkaputtbar ist, der sei auf eine Website verwiesen, die Erhellendes aus dem bzw. über das Reich der bürgerlichen Wissenschaft zu bieten hat.

Die Seite heißt so, wie sie gemeint ist, nämlich Wissenschaftskritik.de.

Warnung: Die Lektüre der empfohlenen Seiten trägt garantiert nichts zum Studienerfolg bei, leitet aber wie von selbst zu der Frage weiter, was das eigentlich für eine Gesellschaft ist, die sich gut bezahlte Profis zur systematischen Produktion von Doof- bis Gemeinheiten leistet.