Gruppe Gegensatz Marburg

Die Gruppe GegenSatz Marburg bietet Analysen und Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen und lädt dazu des öfteren zu Vortrags- und/oder Diskussionsveranstaltungen zu jeweils aktuellen Themen ein.

Außerdem stellen wir von Zeit zu Zeit Textbeiträge der GegenStandpunkt-Redaktion ein, verweisen auf interessante Neuerscheinungen.
Weiterhin bieten wir im Bereich "Texte" Lesematerial zum download an.

Wer mit uns diskutieren möchte, komme zu unseren Veranstaltungen (siehe Termine) und/oder sende eine E-Mail an die Redaktion.
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Aktuelles:

Veranstaltungstip

Vortrag und Diskussion:

Wer verdient warum wie viel?

Gegen das moralische Rechten um Einkommensunterschiede

Wer Antworten haben will auf Fragen wie:

  • Ist es ein Skandal, dass mancher Konzernmanager zwischen 100- und 200-mal mehr verdient als die tariflich bezahlten Facharbeiter, die er kommandiert?
    Oder geht das in Ordnung, weil vom Geschick der Betriebsführer schließlich Job und Existenz von Zehn- oder gar Hunderttausenden abhängen?
  • Ist es gerechtfertigt, dass ein Zahnarzt ein x-faches mehr verdient als seine Angestellten, weil er ja schließlich jahrelang studiert hat und außerdem das finanzielle Risiko trägt?
  • Oder ist das nicht zu rechtfertigen, weil das bisschen Handwerk von den Zahnarzthelferinnen genauso gut zu erledigen wäre?
  • Ist es gerecht, dass manche Immobilienbesitzer pur mit ihrem Grundstück stattlich Geld verdienen, während manche Bauern, die ihren Grund und Boden beackern, immer nur gerade so oder noch nicht einmal über die Runden kommen?
    Oder ist es eher ungerecht, dass die Landwirte Jahr für Jahr milliardenschwere Beihilfen aus Steuergeldern abgreifen?

... der wird sich auf unserer Veranstaltung schlecht bedient finden. Wir können nämlich die Debatten über die (Un-)Gerechigkeit von Einkommen und ihren Unterschieden nicht ausstehen.

Denn die Rechts- oder Unrechtsurteile, die da gefällt werden, sind erstens praktisch belanglos.
Zweitens sind sie theoretisch beliebig: Gegen jede Beschwerde über Ungerechtigkeiten beim Einkommen gibt es garantiert eine passende Verteidigung, die genauso logisch oder unlogisch ist.
Und drittens wird bei solchen Debatten die einzige Frage nie gestellt, die wirklich fällig wäre: Warum passen Beruf und Einkommen für so viele Leute so schlecht zu den Notwendigkeiten und Freiheiten, die das Einkommen, erworben durch Einsatz von Lebenszeit und -kraft, doch bezahlen muss und soll?

Können wir eine Alternative bieten? Ja!

Erstens die abschließende Kritik des Vorurteils, letztlich müsse doch irgendwie zu haben und zu finden sein, was keine praktische Erfahrung jemals bestätigt oder belegt hat: eine echte, logisch und moralisch nachvollziehbare Entsprechung von individueller Tätigkeit und Bezahlung.
Und zweitens ein paar Hinweise darauf, für welche Dienste woran die Bewohner der Marktwirtschaft - vom Minilöhner bis zum Manager - ihr Geld tatsächlich kriegen.

in Marburg:
am   Dienstag, den 28. November 2017 um 19.00 Uhr
im   KFZ, Biegenstraße 13 (im Erwin-Piscator-Haus)
Eintritt   frei
in Frankfurt/Main:
am   Mittwoch, den 22. November 2017 um 19.00 Uhr
im   DGB Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69, nähe HBF, Zugang über den Hof

Lesetip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag:

GegenStandpunkt 2017-03

Titelbild GegenStandpunkt 3-17 Die politische Vierteljahrezeitschrift GegenStandpunkt Nr. 3-2017 ist für EUR 15,- im Buchhandel sowie direkt beim Verlag erhältlich. Aus dem Inhalt:

Aus der Reihe Chronik - kein Kommentar!:

   


Neben der Druckausgabe erscheint die aktuelle Nummer auch in den Ebook-Formaten .pdf (seitengleich mit der Druckausgabe), .epub und .mobi (u. a. für Kindle-Reader).

Druckausgabe ISSN: 0941-5831
Ebook Pdf-Format ISBN: 978-3-962214-00-036
Ebook Epub-Format ISBN: 978-3-962214-01-043
Ebook Mobi-Format: 978-3-962214-02-050

In Marburg ist der GegenStandpunkt erhältlich in der

  • Bahnhofsbuchhandlung
  • Universitätsbuchhandlung (vormals Elwert), Reitgasse (Website)
  • Buchhandlung Roppel, Am Markt (Website)
  • Buchhandlung Roter Stern, Am Grün (Website)

in Gießen:

  • Bahnhofsbuchhandlung

Vorankündigung

Vortrag und Diskussion:

Ein Rezept gegen unzeitgemäße Armut?

Das "bedingungslose Grundeinkommen" und sein unheimlicher Freundeskreis beweisen:
Der Kapitalismus ist einfach unverbesserlich!

Linke Vertreter der Idee meinen, dass die Armut, die in unserer Marktwirtschaft Marke BRD heimisch ist, angesichts beeindruckender Warenberge und Produktivkräfte eigentlich überflüssig und die Möglichkeit ihrer glücklichen Überwindung deswegen mit Händen zu greifen ist: Mit der passenden Dosis Umfairteilung wollen sie dem Kapitalismus die Bedrohung durch Armut abhandeln, die so vielen seiner Insassen zu schaffen macht.

Solche wohlmeinenden Ideen fangen sich seit jeher von den ideellen wie den wirklichen Sachwaltern der "herrschenden Zustände" mit dem Verweis auf eben diese "herrschenden Zustände", die "nun mal" so sind, wie sie sind, ihren antikritischen Konter ein: Sie beißen sich an der unumstößlichen marktwirtschaftlichen Realität einfach die Zähne aus und ihre Vertreter blamieren sich als realitätsferne Träumer - was ganz selbstverständlich für die "Realität" und gegen die Verbesserungsideen sprechen soll.

Doch mittlerweile hat das bedingungslose Grundeinkommen neue, mächtige Freunde gewonnen: In Davos und anderswo wird der Vorschlag von Industriekapitänen und Konzernvorständen selbstbewusst aufgegriffen und als Antwort auf die "Probleme" ihrer schönen neuen "Arbeitswelt 4.0" ins Spiel gebracht - die sie in den goldenen Zeiten digitalisierter Weltmarktkonkurrenz mittels Massenentlassungen und Niedriglöhnen auch weiterhin tüchtig herzustellen gedenken. Und auch die Politik denkt über das Grundeinkommen nach; darüber nämlich, ob es nicht ein zeitgemäßer Ersatz für die ein oder andere kompliziert konstruierte Sozialkasse sein könnte - und kündigt damit an, sich machtvoll um alle Probleme zu kümmern, die ihr aus Armut und Existenznot erwachsen, mit denen sie auch in Zukunft ganz fest rechnet. Ausgerechnet am berechnenden Gequatsche von Unternehmern und Politik über das Grundeinkommen wäre also zu lernen, wie verbissen die Macher des Kapitalismus darauf bestehen, dass Armut und Wachstum untrennbar zusammengehören.

In die Debatte, ob die schöne Idee des bedingungslosen Grundeinkommens durch die unverhoffte Schützenhilfe nun endlich möglich oder in den "falschen Händen" missbraucht wird, mischt der Vortrag sich nicht ein. Der Vorschlag ist weder zu bescheiden, noch unrealistisch und schon gar nicht menschengerecht - sondern ein einziger, fataler Irrtum über den Charakter von Arbeit und Reichtum in dieser Gesellschaft.

In Marburg:
Referent   Ein Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt
am   Dienstag, den 12. Dezember 2017 um 19.00 Uhr
im   KFZ, Biegenstraße 13 (im Erwin-Piscator-Haus)
Eintritt   frei