Gruppe GegenSatz Marburg - Analyse & Kritik

Veranstaltungstipp

Online-Diskussionsveranstaltung von Farbe ROT Frankfurt zum Thema:

Schu­len und Kitas im Lockdown

Offen­ba­run­gen aus Kita und Ganz­tags­schu­le über das moder­ne Familienleben

Als wei­tes Feld epi­de­mio­lo­gisch rele­van­ter Kon­tak­te ist dem Staat auch der natio­na­le Schul­be­trieb in den Blick gera­ten. Anders als in der Arbeits­welt eröff­net sich der Poli­tik beim Blick auf die Kin­der die Mög­lich­keit, auf Kon­takt­re­du­zie­rung zu bestehen, ohne dass es gleich um exis­ten­zi­el­le Fra­gen geht. Und so wur­den, nach der schritt­wei­sen Ver­schär­fung von aller­hand Hygie­ne­auf­la­gen, die Schu­len schließ­lich weit­ge­hend dicht­ge­macht und der Regel­schul­be­trieb unterbrochen.

Des­sen Leis­tun­gen für die Bil­dung des Nach­wuch­ses sind dem Staat gleich­wohl alles ande­re als egal, und so wur­de ein Kon­tak­te ver­mei­den­der Ersatz­be­trieb ange­ord­net: Fern­un­ter­richt mit Rück­griff auf die Errun­gen­schaf­ten der Digi­ta­li­sie­rung, der der Bil­dungs­sek­tor schon so lan­ge ent­ge­gen­fie­bert, und selbst­stän­di­ges Ler­nen von zu Hau­se aus.

Für die betrof­fe­nen Fami­li­en, auf die der Schul­be­trieb damit abge­wälzt wird, ist das in mehr­fa­cher Hin­sicht eine Zumu­tung eige­ner Art: die all­seits beklag­te ein­set­zen­de Über­for­de­rung der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten zeugt von der ver­brei­te­ten mate­ri­el­len und geis­ti­gen Armut im Land und geht ein­her mit einer von ein­schlä­gi­gen Exper­ten ange­pran­ger­ten geis­ti­gen und mora­li­schen Ver­wahr­lo­sung der Heranwachsenden.

Die Auf­be­wah­rungs­stät­ten des Nach­wuch­ses wer­den eben­falls geschlos­sen und die Kin­der in die häus­li­che Iso­la­ti­on geschickt. Dass neben Kita und Hort auch die staat­li­chen Schu­len die­se ver­wah­ren­de Funk­ti­on erfül­len bzw. erfüllt haben, tritt im Lock­down beson­ders her­vor. Denn mit den Schlie­ßun­gen mutet der Staat den Fami­li­en jen­seits der Bil­dungs­fra­ge noch deut­lich mehr zu und leis­tet damit eini­ge Klar­stel­lun­gen über die Rol­le der moder­nen Fami­lie im Kapi­ta­lis­mus nicht nur wäh­rend Coro­na. Dar­über wol­len wir mit euch diskutieren!

Darüber wollen wir mit euch diskutieren!

Einen Arti­kel zum The­ma fin­det ihr in der aktu­el­len Aus­ga­be des Gegen­Stand­punkt und frei ver­füg­bar auf der Web­site des Ver­la­ges.

Anmeldung zur Online-Diskussionsveranstaltung auf Farbe ROT Frankfurt

Ort: Die Ver­an­stal­tung wird auf Dis­cord statt­fin­den.
Zeit: Dienstag, 13. April 2021, 19.00 Uhr

Lesetipps - Aus aktuellem Anlass

Chronik der Corona-Pandemie

➪Übergriffe auf Minderjährige in kirchlichen und weltlichen Erziehungseinrichtungen
Ein privater Rechtsstandpunkt sucht sich seine Opfer – und wird zum Skandal

➪Klarstellungen zum Thema
Korruption in der Politik

Weitere aktuelle Artikel des GegenStandpunkt-Verlags zur Corona-Krise und anderen Themen findet man

➪auf der Verlagsseite sowie im neuen GegenStandpunkt

Der neue GegenStandpunkt

vom 26.03.2021 (während des Lockdowns über den Verlag bestellbar, die nächste Ausgabe erscheint am 18.06.2021)

Gegenstandpunkt 4/20
Artikel in dieser Ausgabe:

Ist Rassismus in Deutschland weiter verbreitet, als die Nation es zugeben mag? Grassiert ein „latenter Rassismus“, der mit scheinbar harmlosen Worten anfängt und mit rassistischen Morden an anders aussehenden „Fremden“ endet? Oder stellt diese Auffassung die braven Deutschen zu Unrecht unter den Generalverdacht rassistischen Denkens? Oder haben die gar recht, wenn sie mit Fremdem ein bisschen oder auch ein bisschen mehr fremdeln? Das sind Fragen, die öffentlich und aufgeregt gestellt und gegeneinander gehalten werden. Weiter ...

Aus der Reihe: Was Deutschland bewegt

Viele weitere Arti­kel aus dem GegenStandpunkt sind kos­ten­los online verfügbar!


Fortsetzung von oben

Fährt unsere Regierung in der Corona-Krise immer nur auf Sicht? Oder ist sie im Gegenteil viel zu unflexibel? Hat sie zu spät zu wenig für Impfstoffe gezahlt oder zu früh viel zu viel für Masken? Scheitern die Überbrückungshilfen an zu viel Bürokratie? Oder öffnet zu wenig Kontrolle Betrügern Tür und Tor? Und wo bleibt überhaupt „die Perspektive“ für die braven Bürger, die bis jetzt alle Strapazen des Lockdowns ertragen haben? Statt solcher Fragen nimmt sich der GegenStandpunkt zur Abwechslung die Frage vor, warum das deutsche Gemeinwesen vom Geldverdienen, über das Familienleben und die Bildung bis hin zur Kultur wegen der seuchenbedingten Vorsicht des Staates in lauter Gegensätze gerät, die es ohne ganz viel Staatshilfe keinen Tag lang aushält – und die es sich ohne staatliche Gewalt auch keinen Tag lang gefallen lässt; für welche „Normalität“ ohne Pandemie der politische Kampf gegen die Pandemie also geführt wird. So beantwortet sich dann auch, warum in so einem Laden obendrein die absurde Vorstellung umgeht, das Pandemiegeschehen sei nichts als der Ausdruck des politischen Scheiterns der Regierung.

Wäre der Wirecard-Skandal zu verhindern gewesen, wenn alle alles richtig gemacht hätten? Wie viel Schaden hat die Affäre am deutschen Finanzplatz hinterlassen? Und wo sind denn nun eigentlich die 2 Milliarden Euro, die auf den philippinischen Treuhandkonten jedenfalls nicht sind? Auch diese heißen Fragen lassen den GegenStandpunkt kalt. Der kümmert sich nicht um die vorgetäuschten Geschäfte von zwei Betrügern, sondern um die wirklich stattfindenden der ganzen Branche von FinTechs. Und fragt sich, warum die damit so zukunftsträchtig und unentbehrlich ist und was das über den großen Rest der kapitalistischen Wirtschaft verrät, deren Effizienz und Vernunft selbstverständlich auch in diesem Skandal mal wieder über jeden Zweifel erhaben ist.

Der Gegen­Stand­punkt ist als Prin­t­aus­gabe für 15,- € in unten­ste­hen­den Buch­hand­lun­gen erhält­lich. Als digi­tale Aus­gabe ist er für 10,- € in den For­ma­ten pdf, epub und mobi verfügbar. Infor­ma­tio­nen dazu gibt es auf der Ver­lags­seite.

In Marburg ist der GegenStandpunkt erhältlich in der

in Gießen:


Buchempfehlungen

Peter Decker

Martin Heidegger

Kritik der BWL

Der konsequenteste Philosoph des 20. Jahrhunderts

Faschist

Der kritische Geist in Feuilleton und Wissenschaft hat gefunden, wonach er suchte: astreine Bekenntnisse zur NS-Propaganda von Volk und Führer, Rasse und Opfertum, die den großen Denker Martin Heidegger als Faschisten entlarven. Die Praxis des deutschsprachigen Philosophiebetriebs, Heideggers politische Gesinnung „nicht als von seinem ureigenen Denken getragen“ anzusehen, war ihrer Unhaltbarkeit überführt – und doch wurde nur ein weiteres Mal die etablierte Trennung zwischen dem Geist von Heideggers Philosophie und seiner Affinität zum Faschismus fortgeschrieben: In Textstellen, die der Mann erfreulicherweise seinem Gesamtwerk zugeordnet hat, hat man entdeckt, dass er doch glatt „stets gesagt und geschrieben hat, was er wirklich dachte – er war wirklich Faschist“. Am faschistischen Geist einer Philosophie finden kritische Antifaschisten einfach nichts zu kritisieren: Was der Denker „wirklich“ denkt, offenbart sich für sie erst dort, wo er sich offen zum Faschismus bekennt. Dass einer aus philosophischer Drangsal Faschist wird, kommt für sie nicht in Betracht.

1988, 2020 (2. durchgesehene und erweiterte Auflage) | 84 Seiten | 10,00 € | ➪bestellen


Kritik der Betriebswirtschaftslehre

Kritik der BWL

Planungsregeln für erfolgreiches Wirtschaften in der kapitalistischen Konkurrenz

Wie begründet eine Wissenschaft ihre Erkenntnisse,

Dieser Frage geht die vorliegende Schrift nach: Wie wird gedacht in einer akademischen Disziplin, die kapitalistische Ausbeutung als Lehrberuf im Angebot hat?

2018 | 136 Seiten | 10,00 € | ➪bestellen


GesundheitGesundheit

Gesund­heit - ein Gut und sein Preis







2016, 2020 (2. erweiterte Auflage)| 136 Seiten | 12,00 € | ➪bestellen