Gruppe Gegensatz Marburg

Die Gruppe GegenSatz Marburg bietet Analysen und Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen und lädt dazu des öfteren zu Vortrags- und/oder Diskussionsveranstaltungen zu jeweils aktuellen Themen ein.

Außerdem stellen wir von Zeit zu Zeit Textbeiträge der GegenStandpunkt-Redaktion ein, verweisen auf interessante Neuerscheinungen.
Weiterhin bieten wir im Bereich "Texte" Lesematerial zum download an.

Wer mit uns diskutieren möchte, komme zu unseren Veranstaltungen (siehe Termine) und/oder sende eine E-Mail an die Redaktion.
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Aktuelles:

Diskussionstip

Öffentliche Diskussionsveranstaltung der Gruppe GegenSatz Marburg:

VW-Skandal und Dieselaffäre

Vom imperialistischen Charakter von Stickoxidwerten und Betrugssoftware

Im Herbst 2015 erwischt die US-Umweltbehörde einen VW-Diesel mit dem 30-fachen des vom US-Umweltrecht erlaubten Stickoxid-Ausstoßes, im Sommer 2017 wird in Deutschland ein Autogipfel anberaumt, den Politik und Industrie für dringend nötig halten, weil das "Vertrauen" in die deutsche Schlüsselindustrie und damit in den Industriestandort überhaupt beschädigt ist.

Dazwischen liegen ein Urteil eines US-Richters, das VW 23 Mrd. Dollar Strafe und Entschädigung kostet, die größte Rückrufaktion in der deutschen Automobilgeschichte und ein ausufernder "Diesel-Skandal", an dessen Ende eben das Schicksal der gesamten Autonation D beschworen wird.

Die Nation ist sich einigermaßen einig, dass als Grund der Malaise auf Seiten der Vorzeigeindustrie beispielloses "Fehlverhalten" bzw. "Versagen" inklusive "krimineller Energie" vorliegt, begleitet von großen "Versäumnissen" der Regierung wegen "zu großer Nähe" zur Industrie, so dass die nötige Kontrolle und Aufsicht über die Automanager durch verantwortliche Politiker fehlt. All diese Vorwürfe münden einsinnig in Plädoyers für den zukünftige Erfolg dieser Industrie, schließlich hängt das Wohl der ganzen Nation davon ab, bilanziert in den Millionen Arbeitsplätzen.

Aus der Abhängigkeit des nationalen Lebensprozesses von den Gewinnrechnungen und Markterfolgen des deutschen Industriekomplexes "Automobil" ziehen von den Politikern über die Öffentlichkeit bis zu den Arbeiterorganisationen alle denselben Schluss: Diese Rechnungen müssen für die Großunternehmen aufgehen, deren Geschäft muss unbedingt weiterhin gelingen.

Und alle Seiten müssen ihren Beitrag leisten, dass das "Vertrauen" in die Branche, deren Vertretern eben noch "Verantwortungslosigkeit" vorgeworfen wurde, erhalten bzw. wiederhergestellt wird.

Dabei kann von "Versagen" und "Fehlern" weder auf Seiten der Industrie noch der Politik die Rede sein. Was der US-Bundesrichter aus Kalifornien mit seinem Urteil über schmutzige Diesel in Verruf gebracht und damit aufgedeckt hat, ist die Weltmarktstrategie der deutschen "Vorzeigeindustrie", worauf sie beruht und womit sie es heute zu tun bekommt.

in Marburg:
am   Mittwoch, den 07. März 2018 um 20.30 Uhr
im   Café am Grün (neben Buchladen "Roter Stern")
Eintritt   frei

Lesetip

Neuerscheinung im GegenStandpunkt-Verlag:

GegenStandpunkt 2017-04

Titelbild GegenStandpunkt 4-17 Die politische Vierteljahrezeitschrift GegenStandpunkt Nr. 4-2017 ist für EUR 15,- im Buchhandel sowie direkt beim Verlag erhältlich. Aus dem Inhalt:

  • "Rocket Man" vs. "dementer US-Greis":
    Nordkoreanisch-amerikanische Fortschritte in Sachen Souveränität und WeltmachtTrump sagt den Klimawandel ab
  • Kataloniens demokratischer Kampf um die Freiheit einer neuen Staatsgewalt:
    Die Separatisten fragen ihr Volk – der spanische Staat antwortet
  • VW-Skandal – Dieselaffäre – E-Mobilität:
    Vom imperialistischen Charakter von Stickoxidwerten, Betrugssoftware und Fahrverboten
  • 100. Jahrestag der Oktoberrevolution
    Stalin – wer war das?
    Michail Gorbatschow: Der Totengräber des Realen Sozialismus

Aus der Reihe Chronik - kein Kommentar!:

  • Europäisches Superwahljahr: Das deutsche Finale (Artikel lesen)
  • Mit Anwesenheitsboni gegen den Krankenstand:
    Unternehmerischer Einsatz für einen gerechten Lohn für ein gerechtes Tagewerk(Artikel lesen)
  • Air Berlin ist pleite – ein Herbstmärchen (Artikel lesen)
  • Randale in Hamburg: Die Inszenierung deutscher Verantwortung für die Welt und die Störung des schönen Scheins (Artikel lesen)
  • Korrespondenz: Zuschrift zu "Gesundheit – ein Gut und sein Preis" (Artikel lesen)

   


Neben der Druckausgabe erscheint die aktuelle Nummer auch in den Ebook-Formaten .pdf (seitengleich mit der Druckausgabe), .epub und .mobi (u. a. für Kindle-Reader).

Druckausgabe ISSN: 0941-5831
Ebook Pdf-Format ISBN: 978-3-962214-067
Ebook Epub-Format ISBN: 978-3-962214-074
Ebook Mobi-Format: 978-3-962214-081

In Marburg ist der GegenStandpunkt erhältlich in der

  • Bahnhofsbuchhandlung
  • Universitätsbuchhandlung (vormals Elwert), Reitgasse (Website)
  • Buchhandlung Roppel, Am Markt (Website)
  • Buchhandlung Roter Stern, Am Grün (Website)

in Gießen:

  • Bahnhofsbuchhandlung

Lesetip

Lernen, was man lernt:

Die bürgerliche Wissenschaft, einmal sachlich betrachtet

Wir leben ja nun bekanntlich in einer Wissensgesellschaft, ja, Wissen ist "unsere" wichtigste Ressource, wenn man den Politikern glauben darf. Und so gibt es eine Wissenschaft im Lande, institutionalisiert in den Hochschulen, grundsätzlich frei von staatlichen oder religiösen Denkvorschriften wie von Sachzwängen des Wirtschaftens und fleißig damit befaßt, Wissen zu produzieren, damit man hinterher weiß, wie der Gegenstand beschaffen ist und man zweckmäßig mit ihm umgehen kann.

Sogar geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen wendet man sich zu und ist offenbar der Meinung, daß auch der Mensch, sein Seelenleben, "wir alle", die Gechichte und die Wirtschaft sowieso allerhand Wissenswertes zu bieten haben und die Kenntnis davon zu allerlei Problemlösungen befähigt.

In diesem Sektor hochschulischer Betriebsamkeit sieht's wissensmäßig allerdings auch nach 100 bis 300 Jahren recht düster aus - es wimmelt von konkurrierenden, einander widersprechenden Theorien, von Ansätzen und Methoden, deren Verwendung immerhin Ergebnisse verheißen - wenn auch keine, die das Attribut "sachlich richtig" verdienten.
Gesichert scheint allein die Erkenntnis, daß das Wissen einfach nicht wißbar ist, weshalb vermessen, wer immer noch danach strebt.

Wer dennoch nicht einfach rezipieren, reproduzieren, gern auch "kritisch hinterfragen" und später dann selber "Ansätze" erfinden und "Modelle" basteln, sondern einfach mal wissen will: was er eigentlich lernt, wenn er an der Uni lernt, ob die dargebotenen Aussagen seiner Wissenschaft zutreffen und, wenn nein, wie man eigentlich auf solchen Blödsinn kommt und warum er so unkaputtbar ist, der sei auf eine Website verwiesen, die Erhellendes aus dem bzw. über das Reich der bürgerlichen Wissenschaft zu bieten hat.

Die Seite heißt so, wie sie gemeint ist, nämlich Wissenschaftskritik.de.

Warnung: Die Lektüre der empfohlenen Seiten trägt garantiert nichts zum Studienerfolg bei, leitet aber wie von selbst zu der Frage weiter, was das eigentlich für eine Gesellschaft ist, die sich gut bezahlte Profis zur systematischen Produktion von Doof- bis Gemeinheiten leistet.