Gruppe Gegensatz Marburg -

Die Gruppe GegenSatz Marburg bietet Analysen und Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen und lädt dazu des öfteren zu Vortrags- und/oder Diskussionsveranstaltungen zu jeweils aktuellen Themen ein.

Außerdem stellen wir von Zeit zu Zeit Textbeiträge der GegenStandpunkt-Redaktion ein, verweisen auf interessante Neuerscheinungen.
Weiterhin bieten wir im Bereich "Texte" Lesematerial zum download an.

Wer mit uns diskutieren möchte, komme zu unseren Veranstaltungen (siehe Termine) und/oder sende eine E-Mail an die Redaktion.
Weiters sei auf das RSS-Knöpfchen oben rechts auf dieser Seite verwiesen - wer unseren Newsfeed abonniert, ist immer auf dem neuesten Stand.

Aktuelles:

Diskussionstip

Öffentliche Diskussionsveranstaltung der Gruppe GegenSatz Marburg:

Die G20 in Hamburg

Der Gipfel gemeinsamer Verantwortung - imperialistische Konkurrenz in Höchstform

Warum der G20-Gipfel so wichtig ist, erläutert uns Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Eigenschaft als G20-Präsidentin:

"Die G20 trägt besondere Verantwortung in globalen Wirtschaftsfragen. Sie vereint immerhin zwei Drittel der Bevölkerung der Welt, drei Viertel des Handels und über vier Fünftel des Brutto-inlandsprodukts der Welt.
Wenn wir uns also im Rahmen der G20 auf bestimmte Positionen oder auf bestimmte Vorgehensweisen einigen, dann ist das von großer, man kann sogar sagen, größter Relevanz für die globale Wirtschaftsentwicklung." (am 03. Mai 2017 auf dem G20-Dialogforum Wirtschaft "Business 20" in Berlin)

Worum es bei solchen Weltwirtschaftsgipfeln geht,

  • warum sich die betreffenden Mächte regelmäßig treffen, angesichts der allseits geteilten Gewissheit, dass mehr als feierliche Absichtserklärungen nicht zu erwarten sind;
  • was es mit den gemeinsamen Problemen auf sich hat, für deren Betreuung sich die G20 zuständig machen;
  • wo schon bei deren Definition, erst recht bei deren Betreuung, heilloser Streit anfängt, der im besten Fall durch mühsame Formelkompromisse zugedeckt wird;
  • wozu diese Gipfeldiplomatie dient, bei der Händeschütteln und Gruppenfotos mindestens so wichtig sind wie ein eventuell aufgelegter Fonds gegen den Hunger;
  • und was los ist, wenn Trump aus dem Weißen Haus genau diese Einvernehmlichkeit ziemlich demonstrativ kündigt,

darüber wollen wir auf unserer Veranstaltung am 20. Juni 2017 diskutieren.

 
Mehr zu diesem Diskussionstip lesen

in Marburg:
am   Dienstag, den 20. Juni 2017 um 19.00 Uhr
im   Philosophische Fakultät (PhilFak), Wilhelm-Röpke-Straße 6, Raum 01C08 (Turm C, 1. Stock, Raum 08)
Eintritt   frei

Lesetip

Zum Nachlesen:

Die Pariser Weltklimakonferenz 2015

Aus aktuellem Anlaß: ein Artikel aus GegenStandpunkt 01-2016

Trumps Kündigung des Pariser Klimaabkommens stößt weltweit auf scharfe Kritik. Er verabschiede die USA aus ihrer globalen Verantwortung für das Weltklima" und vergehe sich an der "Zukunft unseres Planeten".

Daneben melden sich Experten zu Wort, die dieser Dramatik ihren Realismus entgegenhalten: Der Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen habe keine unmittelbaren Auswirkungen. Weder steigt dadurch das Volumen der Treibhausgase, das Amerika als zweitgrößter Emittent der Welt in die Luft bläst. Noch ist damit eine Kehrtwende in der Klimagesetzgebung verbunden. (FAZ, 01.06.2017)

Wer wissen möchte, was es mit dem Pariser Abkommen tatsächlich auf sich hat, dem empfehlen wir folgenden Artikel aus der Politischen Vierteljahreszeitschrift GegenStandpunkt, Ausgabe 1-2016, S. 5 ff.:

"Historisches Agreement" auf der Pariser Weltklimakonferenz:
Die Konkurrenz um das wachsende Geschäft mit alternativen Energiequellen muss unvermindert weitergehen - das schuldet die Völkergemeinschaft der Rettung des Weltklimas"

Der Artikel ist hier online verfügbar.

Lesetip

BER - Das "Tor zur Welt" bleibt erstmal zu:

Von der Effizienz der Marktwirtschaft

Nun wird es doch wieder nichts mit der Eröffnung unseres Hauptstadtflughafens:

"Der neue Hauptstadtflughafen BER wird dieses Jahr mit Sicherheit nicht eröffnet. Das bestätigte Flughafen-Chef Mühlenfeld offiziell am Samstag. Zuvor hatte schon Michael Müller einen Start bis Ende 2017 für unmöglich erklärt - einen genauen Termin gibt's auch für danach noch nicht." (rbb-online.de, 21.01.2017)

Nun kann man angesichts der mittlerweile fünften Verschiebung des Eröffnungstermins den Kopf schütteln über "Mißmanagement" und "Aufsichtsversagen", man kann die volkswirtschaftliche Weisheit, dass "Planen in der Wirtschaft nun mal nicht geht", bestätigt sehen und sich deshalb überhaupt nicht wundern.

Man kann sich aber auch einfach einmal fragen, wie's tatsächlich zugeht bei der Realisierung eines solchen Projektes, wenn die der berühmten marktwirtschaftlichen Effizienz von "privatwirtschaftlichen" Unternehmen überantwortet, sprich: als Kooperation von Konkurrenten abgewickelt wird.

Genau das tut der Artikel "'Desaster' am Flughafen Berlin: Kann der Staat nicht planen?" aus dem GegenStandpunkt 02-2013, der zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell ist und deshalb zur Lektüre empfohlen sei.

Der Artikel zeigt, dass und wie die beklagten Verzögerungen, Kostensteigerungen, Murks am Bau und sonstige Unbill weniger der Tatsache, daß auch ein solcher Bau eben geplant sein will geschuldet sind als vielmehr der Interessenslage der beteiligten Subjekte, die sämtlich ein hierzulande höchst ehrenwertes Ziel verfolgen: Gewinne zu erwirtschaften.

Artikel lesen

Lesetip

Lernen, was man lernt:

Die bürgerliche Wissenschaft, einmal sachlich betrachtet

Wir leben ja nun bekanntlich in einer Wissensgesellschaft, ja, Wissen ist "unsere" wichtigste Ressource, wenn man den Politikern glauben darf. Und so gibt es eine Wissenschaft im Lande, institutionalisiert in den Hochschulen, grundsätzlich frei von staatlichen oder religiösen Denkvorschriften wie von Sachzwängen des Wirtschaftens und fleißig damit befaßt, Wissen zu produzieren, damit man hinterher weiß, wie der Gegenstand beschaffen ist und man zweckmäßig mit ihm umgehen kann.

Sogar geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen wendet man sich zu und ist offenbar der Meinung, daß auch der Mensch, sein Seelenleben, "wir alle", die Gechichte und die Wirtschaft sowieso allerhand Wissenswertes zu bieten haben und die Kenntnis davon zu allerlei Problemlösungen befähigt.

In diesem Sektor hochschulischer Betriebsamkeit sieht's wissensmäßig allerdings auch nach 100 bis 300 Jahren recht düster aus - es wimmelt von konkurrierenden, einander widersprechenden Theorien, von Ansätzen und Methoden, deren Verwendung immerhin Ergebnisse verheißen - wenn auch keine, die das Attribut "sachlich richtig" verdienten.
Gesichert scheint allein die Erkenntnis, daß das Wissen einfach nicht wißbar ist, weshalb vermessen, wer immer noch danach strebt.

Wer dennoch nicht einfach rezipieren, reproduzieren, gern auch "kritisch hinterfragen" und später dann selber "Ansätze" erfinden und "Modelle" basteln, sondern einfach mal wissen will: was er eigentlich lernt, wenn er an der Uni lernt, ob die dargebotenen Aussagen seiner Wissenschaft zutreffen und, wenn nein, wie man eigentlich auf solchen Blödsinn kommt und warum er so unkaputtbar ist, der sei auf eine Website verwiesen, die Erhellendes aus dem bzw. über das Reich der bürgerlichen Wissenschaft zu bieten hat.

Die Seite heißt so, wie sie gemeint ist, nämlich Wissenschaftskritik.de.

Warnung: Die Lektüre der empfohlenen Seiten trägt garantiert nichts zum Studienerfolg bei, leitet aber wie von selbst zu der Frage weiter, was das eigentlich für eine Gesellschaft ist, die sich gut bezahlte Profis zur systematischen Produktion von Doof- bis Gemeinheiten leistet.