Gruppe GegenSatz Marburg - Analyse & Kritik

Veranstaltungs­tipps

Diskussionsveranstaltung von Farbe ROT Frankfurt zum Thema:

Die letz­te Generation

Eine Bewe­gung ver­pflich­tet die Poli­tik auf deren eige­ne Lügen

Ort: Stu­die­ren­den­haus Cam­pus Bockenheim, Jügel­stra­ße 1, 60325 Frankfurt
Zeit: Mittwoch, 1. Februar 2023 19 Uhr

Diskussionsveranstaltung der Gruppe GegenSatz Marburg

zum Thema: Deutsche Kriegsmoral - Einschwörung des Volks auf den Kurs seiner Führung.

Ort: Hörsaalgebäude, Seminarraum +2/0110, Biegenstraße 14, Marburg
Zeit: Mittwoch, 08. Februar 2023, 19:00 Uhr

Lesetipps

Aus aktuellem Anlass

➪ Abweichende Meinungen zum Krieg in der Ukraine

Weitere aktuelle Artikel des GegenStandpunkt-Verlags findet man
➪auf der Verlagsseite sowie im neuen GegenStandpunkt

Hörtipps

➪ Die Friedensordnung: System imperialistischer Herrschaft mit Peter Decker - 99 ZU EINS - Ep. 212

➪ Ukrainekrieg - Seine 3 Macher und ihre Gründe

➪ Ukrainekrieg - Seine 3 Macher und ihre Gründe: Vortrag von Usama Taraben auf Youtube

➪ Ukrainekrieg - Seine 3 Macher und ihre Gründe: Vortrag und Diskussion mit Jonas Köper auf Youtube kk-gruppe Berlin

➪ Usama Taraben im Podcast 99 ZU EINS zum Thema "Wirtschaftskrieg" auf Youtube

➪ Peter Decker im Podcast 99 ZU EINS zum Thema "Worum geht's in der Ukraine?" auf Youtube

➪ Weitere Vortragsaufzeichnungen des GegenStandpunkt-Verlags

Der neue GegenStandpunkt

Erscheinungsdatum: 16.12.2022, die nächste Ausgabe erscheint am 17.03.2023

Gegenstandpunkt 4/20
Artikel in dieser Ausgabe:

Deutschland will den Krieg

Oder wie soll man das sonst verstehen, wenn täglich von Mitgliedern der regierenden Koalition der Krieg in der Ukraine zu unserer, also Deutschlands Sache erklärt wird? Wenn zu jeder Gelegenheit die Entsendung von mehr und schwereren Waffen aus Deutschland in die Ukraine gefordert wird und das auch in steigendem Umfang stattfindet? Wenn es regierungsamtliche Linie ist, die Ukraine in ihrer Kriegsführung dauerhaft zu unterstützen, solange sie das braucht?

Natürlich steht das alles unter dem Motto, es ginge darum, den Ukrainern zu helfen. Wobei denn?

Natürlich heißt der Zweck: den Krieg beenden. Aber welcher Staat führt denn Krieg, damit er nie aufhört? Für alle gilt die selbstverständliche Randbedingung, und die gilt erklärtermaßen für Deutschlands Beihilfe auch: Ein Ende gibt es nur zu unseren Bedingungen. Genau die Absicht, möglichst schnell ans Ende zu kommen, macht Kriege scharf und zieht sie in die Länge.

Natürlich will niemand explizit die anfallenden Opfer. Aber die auf der feindlichen Seite schon, sogar möglichst viele davon; wofür sonst wären die gelieferten Waffen gut? Und die Opfer auf der eigenen Seite, der ukrainischen in dem Fall, heißen Helden, sterben den Heldentod – ist das etwas anderes als ein Ja dazu?

Aber was gibt es da überhaupt zu beweisen? Deutschland nennt klar und deutlich sein Kriegsziel: Russland darf nicht gewinnen. Es soll dermaßen verlieren, dass es zu einer Kriegsführung der jetzigen Art nicht mehr in der Lage ist. Dazu will Deutschland beitragen, was dafür nötig ist und was es leisten kann. Und wenn das Monate oder sogar Jahre dauert.

Deutschland will den Krieg – bleibt gleichwohl die Frage:

Warum eigentlich?

Die offizielle Antwort besteht in der Zurückweisung der Frage. Mit der Benennung der Sache – „Putins grausamer Angriffskrieg“ – ist die Sache fertig: Wo DAS BÖSE zuschlägt, können DIE GUTEN nicht abseitsstehen. Für eine aufgeklärte Öffentlichkeit, die „einfache Antworten“ überhaupt nicht leiden kann, langt das. Nicht nur als Antwort, sondern für ein demonstratives, gerne aggressives Unverständnis, wie jemand da noch Fragen haben kann.

Der Standpunkt, der damit an die Stelle einer Antwort tritt, enthält einen moralischen Überschuss, der über den Krieg, den und wie Deutschland ihn will und führen lässt, deutlich hinausgeht: Man hat Moral genug für noch viel mehr davon. Man ist sich Angstfreiheit schuldig in der Atomkriegsfrage. Praktisch – und praktischerweise – natürlich auf Kosten der Ukraine bzw. ihrer Bewohner. Auf deren Kosten sind die Strack-Zimmermanns der Nation für so viel Krieg, dass die nationale Berechnung der Regierung bei ihrer antirussischen Kompromisslosigkeit glatt den Charakter der Zurückhaltung annimmt. Man ist nicht nur für den Krieg; man ist für mehr Krieg und weiß dafür sogar so etwas wie einen Grund: Man muss die Eskalation, die Putin unterstellt wird – nach der Ukraine käme das Baltikum an die Reihe –, mit einer umso drastischeren eigenen Eskalation –  Sieg in der Ukraine bis zu einer kompletten russischen Niederlage – überholen, damit sie erst gar nicht stattfinden kann. Wirklicher Krieg gegen ein geglaubtes Feindbild: Dazu sind Moralisten allzeit bereit; und wenn sie die Macht haben und sich verpflichtet sehen, über Leichen zu gehen, dann tun sie das auch.

Bleibt gleichwohl die Frage: Warum? Wozu? Welchen nationalen Zweck, welche Staatsräson verfolgt Deutschland mit dem Krieg, den es will? Antworten stehen im neuen GegenStandpunkt.

Viele weitere Arti­kel aus dem GegenStandpunkt sind kos­ten­los online verfügbar!

Der Gegen­Stand­punkt ist als Prin­t­aus­gabe für 15,- € in unten­ste­hen­den Buch­hand­lun­gen erhält­lich. Als digi­tale Aus­gabe ist er für 10,- € in den For­ma­ten pdf, epub und mobi verfügbar. Infor­ma­tio­nen dazu gibt es auf der Ver­lags­seite.

In Marburg ist der GegenStandpunkt erhältlich in der

in Gießen:


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