Gruppe Gegensatz Marburg -

Die Gruppe GegenSatz Marburg bietet Analysen und Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen und lädt dazu des öfteren zu Vortrags- und/oder Diskussionsveranstaltungen zu jeweils aktuellen Themen ein.

Außerdem stellen wir von Zeit zu Zeit Textbeiträge der GegenStandpunkt-Redaktion ein, verweisen auf interessante Neuerscheinungen.
Weiterhin bieten wir im Bereich "Texte" Lesematerial zum download an.

Wer mit uns diskutieren möchte, komme zu unseren Veranstaltungen (siehe Termine) und/oder sende eine E-Mail an die Redaktion.
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Aktuelles:

Diskussionstip

Das Volk hat die Wahl, die Regierung die Macht:

Wählen ist verkehrt!

Fortsetzung unserer gleichnamigen Veranstaltung vom 14.09.2017

Auf diesem Termin sollen, als Nachtrag zu unserer "Wahlveranstaltung" vom 14. September, offene Fragen, Kritik und Liegengebliebenes zur VA und zum Thema demokratische Wahl besprochen werden.

in Marburg:
am   Dienstag, den 19. September 2017 um 19.00 Uhr
im   Kulturzentrum Waggonhalle Marburg, Rudolf-Bultmann-Straße 2A, Seminarraum "Alte Kantine II"
Eintritt   frei

Lesetip

BER - Das "Tor zur Welt" bleibt erstmal zu:

Von der Effizienz der Marktwirtschaft

Nun wird es doch wieder nichts mit der Eröffnung unseres Hauptstadtflughafens:

"Der neue Hauptstadtflughafen BER wird dieses Jahr mit Sicherheit nicht eröffnet. Das bestätigte Flughafen-Chef Mühlenfeld offiziell am Samstag. Zuvor hatte schon Michael Müller einen Start bis Ende 2017 für unmöglich erklärt - einen genauen Termin gibt's auch für danach noch nicht." (rbb-online.de, 21.01.2017)

Nun kann man angesichts der mittlerweile fünften Verschiebung des Eröffnungstermins den Kopf schütteln über "Mißmanagement" und "Aufsichtsversagen", man kann die volkswirtschaftliche Weisheit, dass "Planen in der Wirtschaft nun mal nicht geht", bestätigt sehen und sich deshalb überhaupt nicht wundern.

Man kann sich aber auch einfach einmal fragen, wie's tatsächlich zugeht bei der Realisierung eines solchen Projektes, wenn die der berühmten marktwirtschaftlichen Effizienz von "privatwirtschaftlichen" Unternehmen überantwortet, sprich: als Kooperation von Konkurrenten abgewickelt wird.

Genau das tut der Artikel "'Desaster' am Flughafen Berlin: Kann der Staat nicht planen?" aus dem GegenStandpunkt 02-2013, der zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell ist und deshalb zur Lektüre empfohlen sei.

Der Artikel zeigt, dass und wie die beklagten Verzögerungen, Kostensteigerungen, Murks am Bau und sonstige Unbill weniger der Tatsache, daß auch ein solcher Bau eben geplant sein will geschuldet sind als vielmehr der Interessenslage der beteiligten Subjekte, die sämtlich ein hierzulande höchst ehrenwertes Ziel verfolgen: Gewinne zu erwirtschaften.

Artikel lesen

Lesetip

Lernen, was man lernt:

Die bürgerliche Wissenschaft, einmal sachlich betrachtet

Wir leben ja nun bekanntlich in einer Wissensgesellschaft, ja, Wissen ist "unsere" wichtigste Ressource, wenn man den Politikern glauben darf. Und so gibt es eine Wissenschaft im Lande, institutionalisiert in den Hochschulen, grundsätzlich frei von staatlichen oder religiösen Denkvorschriften wie von Sachzwängen des Wirtschaftens und fleißig damit befaßt, Wissen zu produzieren, damit man hinterher weiß, wie der Gegenstand beschaffen ist und man zweckmäßig mit ihm umgehen kann.

Sogar geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen wendet man sich zu und ist offenbar der Meinung, daß auch der Mensch, sein Seelenleben, "wir alle", die Gechichte und die Wirtschaft sowieso allerhand Wissenswertes zu bieten haben und die Kenntnis davon zu allerlei Problemlösungen befähigt.

In diesem Sektor hochschulischer Betriebsamkeit sieht's wissensmäßig allerdings auch nach 100 bis 300 Jahren recht düster aus - es wimmelt von konkurrierenden, einander widersprechenden Theorien, von Ansätzen und Methoden, deren Verwendung immerhin Ergebnisse verheißen - wenn auch keine, die das Attribut "sachlich richtig" verdienten.
Gesichert scheint allein die Erkenntnis, daß das Wissen einfach nicht wißbar ist, weshalb vermessen, wer immer noch danach strebt.

Wer dennoch nicht einfach rezipieren, reproduzieren, gern auch "kritisch hinterfragen" und später dann selber "Ansätze" erfinden und "Modelle" basteln, sondern einfach mal wissen will: was er eigentlich lernt, wenn er an der Uni lernt, ob die dargebotenen Aussagen seiner Wissenschaft zutreffen und, wenn nein, wie man eigentlich auf solchen Blödsinn kommt und warum er so unkaputtbar ist, der sei auf eine Website verwiesen, die Erhellendes aus dem bzw. über das Reich der bürgerlichen Wissenschaft zu bieten hat.

Die Seite heißt so, wie sie gemeint ist, nämlich Wissenschaftskritik.de.

Warnung: Die Lektüre der empfohlenen Seiten trägt garantiert nichts zum Studienerfolg bei, leitet aber wie von selbst zu der Frage weiter, was das eigentlich für eine Gesellschaft ist, die sich gut bezahlte Profis zur systematischen Produktion von Doof- bis Gemeinheiten leistet.