Gruppe GegenSatz Marburg - Analyse & Kritik

Geplante Veranstaltungen

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Audiomitschnitte von früheren Veranstaltungen

Vortrag und Diskussion

Die EU in Zei­ten von „Ame­rica first!“: Das Kon­kur­renz­pro­jekt „Europa“ in der Krise

Und so wei­ter und so fort.

Das sind die gän­gi­gen Sprach­re­ge­lun­gen der pro-​europäischen Mehr­heit der herr­schen­den Poli­tik im Lande Sie haben den Vor­teil größ­ter Ein­deu­tig­keit – bezüg­lich der Par­tei­nahme für „Europa“ näm­lich, von der sie ganz selbst­ver­ständ­lich aus­ge­hen. Ein paar Fra­gen wer­fen sie aber auch auf:

Unsere zen­trale These dazu lau­tet: Wenn die Zustän­di­gen der euro­päi­schen Füh­rungs­macht Deutsch­land ange­sichts von Trumps ‚Ame­rica first‘-Politik eine Besin­nung auf „gemein­same Inter­es­sen und die Ver­ant­wor­tung Euro­pas für die Welt“, also die neue Dring­lich­keit des euro­päi­schen Zusam­men­halts beschwö­ren – dann neh­men sie mit ihrem Pro­jekt ‚ver­ein­tes Europa‘ Maß an der Vor­macht der USA und sehen sich her­aus­ge­for­dert, den von ihnen geführ­ten Staa­ten­block als Waffe für die Kon­kur­renz gegen die ame­ri­ka­ni­sche Welt­macht voranzubringen.

Ort: Marburg, Kulturzentrum KFZ, Biegenstraße 13
Zeit: Donnerstag, 17. Mai 2018 19:00 Uhr
Veranstalter: Gruppe GegenSatz Marburg - Analyse & Kritik (Eintritt frei)

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Vortrag und Diskussion

Der Kampf gegen den Klimawandel: Imperialismus – sonst nichts!

Wegen des Klimas kümmern sich verantwortungsbewusste Staatenlenker um eine Neuausrichtung ihrer Energiepolitik, so hört man.

Entziehen kann sich dem keiner, weil doch alle vom Klimawandel betroffen sind – beweisen sollen das steigende Meeresspiegel und kräftigere Hurricanes.

Wir halten beides für verkehrt. Klimapolitik betreiben die Staaten wegen des internationalen Anspruchs ihrer Energiepolitik. Von der machen sie sich wechselseitig betroffen und versuchen deshalb, Abhängigkeiten zu stiften, denen kein Partner entkommt. Schöner als in das „Menschheitsproblem Klima“ kann man diesen weltpolitischen Anspruch nicht verpacken.

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Einladung zur kritischen Diskussion – Eintritt frei

VW-Skandal und Dieselaffäre

Teil 1: Woher kommt die Macht der deutschen Autoindustrie, die die Politik kontrollieren soll?

Ort: Café am Grün (neben Buchladen "Roter Stern")
Zeit: Dienstag, den 7. März 2018 um 20.30 Uhr

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Teil2: Umweltauflagen – Konkurrenzmittel der Autoindustrie

Ort: Café am Grün (neben Buchladen "Roter Stern")
Zeit: Dienstag, den 20. März 2018 um 20.30 Uhr

Im Herbst 2015 erwischt die US-Umweltbehörde einen VW-Diesel mit dem 30-fachen der vom US-Umweltrecht erlaubten Stickoxid-Menge. Im Sommer 2017 wird in Deutschland ein Autogipfel anberaumt, den Politik und Indust-rie für dringend nötig halten, weil das „Vertrauen“ in die deutsche Schlüsselindustrie und damit in den Industrie-standort überhaupt beschädigt ist.

Um wessen „Gesundheit“ soll man sich da Sorgen machen?

Die Nation ist sich einigermaßen einig, dass als Grund der Malaise auf Seiten der Vorzeigeindustrie beispielloses „Fehlverhalten“ bzw. „Versagen“ inklusive „krimineller Energie“ vorliegt, begleitet von großen „Versäumnissen“ der Regierung wegen „zu großer Nähe“ zur Industrie, so dass die nötige Kontrolle und Aufsicht über die Automanager durch verantwortliche Politiker fehlt.

Wo kommt bloß die Macht und Wirksamkeit der deutschen Autoindustrie her, die die deutsche Politik kontrollieren soll?

All die Vorwürfe münden einsinnig in Plädoyers für den zukünftigen Erfolg dieser Industrie, schließlich hängt das Wohl der ganzen Nation davon ab, bilanziert in den Millionen Arbeitsplätzen. Diesen Schluss ziehen alle - Politiker, Öffentlichkeit, Arbeiter-Organisationen - aus der Abhängigkeit des nationalen Lebensprozesses von dem deutschen Industriekomplex „Automobil“.

Worin besteht diese Abhängigkeit und was spricht für sie?

Auf unserer Veranstaltung am Dienstag, 20. März, soll es vor allem auch um folgende Fragen gehen:

Vortrag und Diskussion

Das bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men: Ein Rezept gegen unzeit­ge­mäße Armut?

Das ‚bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men‘ und sein unheim­li­cher Freun­des­kreis bewei­sen:
Der Kapi­ta­lis­mus ist ein­fach unverbesserlich!

Ort: Marburg, Kulturzentrum KFZ, Biegenstraße 13
Zeit: Dienstag, 12.Dezember 2017 19:00 Uhr
Referent: ein Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt

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Linke Ver­tre­ter der Idee mei­nen, dass die Armut, die in unse­rer Markt­wirt­schaft Marke BRD hei­misch ist, ange­sichts beein­dru­cken­der Waren­berge und Pro­duk­tiv­kräfte eigent­lich über­flüs­sig und die Mög­lich­keit ihrer glück­li­chen Über­win­dung des­we­gen mit Hän­den zu grei­fen ist: Mit der pas­sen­den Dosis Umfair­tei­lung wol­len sie dem Kapi­ta­lis­mus die Bedro­hung durch Armut abhan­deln, die so vie­len sei­ner Insas­sen zu schaf­fen macht.

Sol­che wohl­mei­nen­den Ideen fan­gen sich seit jeher von den ide­el­len wie den wirk­li­chen Sach­wal­tern der ‚herr­schen­den Zustände‘ mit dem Ver­weis auf eben diese ‚herr­schen­den Zustände‘, die ‚nun mal‘ so sind, wie sie sind, ihren anti­kri­ti­schen Kon­ter ein: Sie bei­ßen sich an der unum­stöß­li­chen markt­wirt­schaft­li­chen Rea­li­tät ein­fach die Zähne aus und ihre Ver­tre­ter bla­mie­ren sich als rea­li­täts­ferne Träu­mer – was ganz selbst­ver­ständ­lich für die ‚Rea­li­tät‘ und gegen die Ver­bes­se­rungs­ideen spre­chen soll.

Doch mitt­ler­weile hat das bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men neue, mäch­tige Freunde gewon­nen: In Davos und anderswo wird der Vor­schlag von Indus­trie­ka­pi­tä­nen und Kon­zern­vor­stän­den selbst­be­wusst auf­ge­grif­fen und als Ant­wort auf die ‚Pro­bleme‘ ihrer schö­nen neuen ‚Arbeits­welt 4.0‘ ins Spiel gebracht – die sie in den gol­de­nen Zei­ten digi­ta­li­sier­ter Welt­markt­kon­kur­renz mit­tels Mas­sen­ent­las­sun­gen und Nied­rig­löh­nen auch wei­ter­hin tüch­tig her­zu­stel­len geden­ken.

Und auch die Poli­tik denkt über das Grund­ein­kom­men nach; dar­über näm­lich, ob es nicht ein zeit­ge­mä­ßer Ersatz für die ein oder andere kom­pli­ziert kon­stru­ierte Sozi­al­kasse sein könnte – und kün­digt damit an, sich macht­voll um alle Pro­bleme zu küm­mern, die ihr aus Armut und Exis­tenz­not erwach­sen, mit denen sie auch in Zukunft ganz fest rech­net. Aus­ge­rech­net am berech­nen­den Gequat­sche von Unter­neh­mern und Poli­tik über das Grund­ein­kom­men wäre also zu ler­nen, wie ver­bis­sen die Macher des Kapi­ta­lis­mus dar­auf beste­hen, dass Armut und Wachs­tum untrenn­bar zusam­men­ge­hö­ren.

In die Debatte, ob die schöne Idee des bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­mens durch die unver­hoffte Schüt­zen­hilfe nun end­lich mög­lich oder in den ‚fal­schen Hän­den‘ miss­braucht wird, mischt der Vor­trag sich nicht ein. Der Vor­schlag ist weder zu beschei­den, noch unrea­lis­tisch und schon gar nicht men­schen­ge­recht – son­dern ein ein­zi­ger, fata­ler Irr­tum über den Cha­rak­ter von Arbeit und Reich­tum in die­ser Gesellschaft.

Vortrag und Diskussion

Wer ver­dient warum wieviel?

Gegen das mora­li­sche Rech­ten um Einkommensunterschiede

Ort: Marburg, Kulturzentrum KFZ, Biegenstraße 13
Zeit: Dienstag, 28. November 2017 19:00 Uhr

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Wer Antworten haben will auf Fragen wie:

... der wird sich auf unserer Veranstaltung schlecht bedient finden. Wir können nämlich die Debatten über die (Un-)Gerechigkeit von Einkommen und ihren Unterschieden nicht ausstehen.

Denn die Rechts- oder Unrechtsurteile, die da gefällt werden, sind erstens praktisch belanglos.
Zweitens sind sie theoretisch beliebig: Gegen jede Beschwerde über Ungerechtigkeiten beim Einkommen gibt es garantiert eine passende Verteidigung, die genauso logisch oder unlogisch ist.
Und drittens wird bei solchen Debatten die einzige Frage nie gestellt, die wirklich fällig wäre: Warum passen Beruf und Einkommen für so viele Leute so schlecht zu den Notwendigkeiten und Freiheiten, die das Einkommen, erworben durch Einsatz von Lebenszeit und -kraft, doch bezahlen muss und soll?

Können wir eine Alternative bieten? Ja!

Erstens die abschließende Kritik des Vorurteils, letztlich müsse doch irgendwie zu haben und zu finden sein, was keine praktische Erfahrung jemals bestätigt oder belegt hat: eine echte, logisch und moralisch nachvollziehbare Entsprechung von individueller Tätigkeit und Bezahlung.
Und zweitens ein paar Hinweise darauf, für welche Dienste woran die Bewohner der Marktwirtschaft - vom Minilöhner bis zum Manager - ihr Geld tatsächlich kriegen.